Nicolò Tresoldi gilt als eines der größten Sturmtalente des europäischen Fußballs. Der Angreifer läuft bislang für die deutsche U21-Nationalmannschaft auf, doch der italienische Verband wirbt ebenfalls um den Brügge-Profi. Lothar Matthäus findet das Vorgehen des Jungprofis richtig.
"Ich glaube, dass Mancini mit ihm spricht und ich glaube, dass Klopp mit ihm spricht. Weil das ist ja auch die Aufgabe, ihn zu überzeugen und ihm einen Plan aufzuzeigen. Und jeder wird ihm wahrscheinlich einen Super-Plan aufzeigen, aber im Endeffekt entscheidet er", ordnete der TV-Experte das Tresoldi-Tauziehen gegenüber "ran" ein.
Der Angreifer will im kommenden Sommer noch die U21-Europameisterschaft für Deutschland spielen und wird sich voraussichtlich erst danach entscheiden, für welche der beiden Nationen er langfristig auflaufen will.
"Ich finde es gut und das zeigt auch einen guten Charakter, dass er jetzt nicht irgendwie eine Einladung der A-Nationalmannschaft gefolgt ist. Sondern das Ding bis Juni mit der deutschen U21, wo er Kapitän ist, durchzieht", lobte Matthäus.
Tresoldi lasse "Tore sprechen", so der Weltmeister von 1990. "Und für mich ist eine ganz vernünftige Entscheidung, bei diesem Thema bis Juni zu warten, weil er steht in der Verantwortung eben auch für die U21 für Deutschland", meinte Matthäus weiter.
"50:50"-Entscheidung für Tresoldi
"Mein Herz ist 50:50", hatte Tresoldi zuletzt selbst in einer Medienrunde im Rahmen der abschließenden U21-EM-Qualifikationsspiele verraten. Ihm würden sowohl Italien, als auch Deutschland "sehr viel bedeuten", erklärte der Ex-Hannoveraner.
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"Ich trage mit Stolz das Deutschland-Trikot, bin supergerne hier. Ich möchte noch die EM hier spielen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht", skizzierte Tresoldi seinen Zeitplan.
Mit dem deutschen Bundestrainer gab es schon Kontakt. "Ich habe Kloppo meine Situation erklärt, und er hat es verstanden. Er ist ein super Mensch", sagte Tresoldi, der ebenfalls mit Italiens Nationalcoach Roberto Mancini im Austausch stand.










