Rund um die Torwart-Diskussion beim FC Bayern kehrt weiterhin keine Ruhe ein. Trainer Vincent Kompany sah sich nach der neusten Kritik genötigt, ein brennendes Plädoyer für Jonas Urbig zu halten.
Am Freitag antwortete Kompany damit auf die Kritik der beiden Ex-DFB-Keeper Jens Lehmann und Oliver Kahn. Beide hatten in einer Talkshow auf "Sky" ihre Zweifel an Jonas Urbig geäußert.
"Ich kann nicht jede Talkshow bewerten", hatte Kompany zunächst gesagt, sich dann aber eindeutig vor Jonas Urbig gestellt. "Wir haben immer einen Plan und versuchen, unseren Plan durchzuziehen", erklärte der Belgier.
"Dass Jonas jetzt in dieser Diskussion ist, ist schön für uns. Als er aus Köln gekommen ist, hat keiner geglaubt, dass das möglich wäre, weil er dort nicht gespielt hatte. Aber wir haben diese Situation schrittweise entstehen lassen. Wir wussten, dass dann diese Diskussion entstehen würde, aber das ist auch gut so", so Kompany.
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Auf dem Weg, Urbig als neue Nummer eins des FC Bayern aufzubauen, spielt auch Manuel Neuer eine große Rolle, der als Mentor für Urbig dient, gleichsam aber noch die Nummer eins des Rekordmeisters ist.
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"Manu ist ein Riesenteil von dieser ganzen Geschichte. Ohne Manu geht das nicht, ohne seine Präsenz, ohne seine Führung, auch ohne seine Leistungen in dieser Zeit. Wir haben eine gute Konstellation. Viele würden sich das wünschen. Wir haben das, und dementsprechend ist alles, wie es sein muss", zieht Kompany einen Schlussstrich unter die Diskussion.
Kahn und Lehmann äußern Zweifel
Weil Neuer seine Karriere aller Voraussicht nach im kommenden Sommer beenden wird, würde dann die Stunde von Jonas Urbig schlagen. Dass der junge Keeper den Anforderungen dann genügt, da gibt es zumindest Zweifel.
"Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein", sagte Oliver Kahn. Beim Rekordmeister die Nummer eins zu sein, bedeute, die "vollkommene Verantwortung" zu tragen, mahnte die Torwart-Legende: "Das ist eine ganz andere Situation."
Urbig sei ein "großartiges Talent" und ein Torhüter, "der hier und da Unhaltbare hält und schon jetzt sehr weit ist". Aber: "Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt."
Noch etwas drastischer drückt es Jens Lehmann aus: "Ich glaube nicht, dass er auf Dauer die Nummer eins bei Bayern München wird, weil er zu jung ist. Er ist ein großes Talent, aber in der Regel ist das schwierig, als Nummer zwei im bequemen Windschatten einer Weltklasse-Nummer-eins selbst die Nummer eins zu werden", erklärte der frühere Arsenal-Keeper.

































