2023/2024 erreichte Borussia Dortmund unter der Regie von Edin Terzic das Champions-League-Finale. Kurze Zeit danach verließ der 43-Jährige den BVB auf eigenen Wunsch und arbeitete länger nicht als Trainer - auch, um die Geschehnisse bei seinem Herzensverein für sich verarbeiten zu können.
"Nach meiner Zeit bei Borussia Dortmund wollte ich mir bewusst eine Pause nehmen. Es war mein erster Cheftrainerjob und eine sehr intensive Zeit. Ich wollte Erlebtes sacken lassen und mehr Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden und den Menschen verbringen, die in den Jahren des Profifußballs vielleicht zu kurz gekommen waren", schilderte Terzic im "kicker".
Er ergänzte: "Gleichzeitig bin ich aktiv geblieben: mit Vorträgen, meiner Arbeit bei RTL, für die UEFA und deren technisches Report-Team in der Champions League. Ich habe viel Fußball aus einer anderen Perspektive erlebt, Sprachen gelernt, bin gereist und habe Spiele in den europäischen Topligen analysiert."
Zum ganz großen Wurf reichte es für den BVB und Terzic in seinem letzten Spiel an der Seitenlinie nicht. Im Wembley-Stadion verloren die Schwarz-Gelben trotz lange starker Leistung mit 0:2 gegen Real Madrid.
"Das Erreichen des Champions-League-Finales war eines der positivsten Erlebnisse, die Borussia Dortmund in den vergangenen Jahren hatte", blickt Terzic zurück. "Natürlich wünscht man sich einen anderen Ausgang. Aber die Reise dorthin und 100.000 Borussen in London, die daran geglaubt haben, dass etwas möglich ist - das erfüllt mich mit Stolz. Ich lasse nicht zu, dass dieses Erlebnis in mir nur mit Enttäuschung verbunden ist. Traurig war ich trotzdem."
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"Man muss realistisch sein: Wie oft erreicht ein nicht von Investoren geführter Verein ohne TV-Einnahmen aus der Premier League das Champions-League-Finale? Ein Klub aus der Bundesliga, der nicht der FC Bayern ist? Und wie oft steht dort ein Trainer an der Seitenlinie, der aus der Region kommt? Vielleicht war das für mich persönlich eine einmalige Situation. Ich weiß nicht, ob ich so etwas noch einmal erleben werde", sagte Terzic, der seit Anfang dieser Saison in Spanien bei Athletic Bilbao unter Vertrag steht.
Die lange Pause zwischen seinem BVB-Engagement und dem LaLiga-Wechsel sei für ihn "wichtig" gewesen, betonte der Fußballlehrer. "Die Zeit hat mir viel gegeben und mich auf den Rest meiner Trainerlaufbahn vorbereitet."




























