Sein schwacher Auftritt beim 0:0 gegen die SV Elversberg befeuert die Debatte um Edin Dzeko rund um den FC Schalke 04. Ist der 40-jährige Angreifer zu alt für die Bundesliga? Drei Ex-Profis der Königsblauen äußern sich.
"Seine Rolle in der 2. Liga ist ganz anders als in der Bundesliga", sagte Kevin Kuranyi gegenüber "Bild" zum Thema Dzeko. "Letzte Saison hat er viele wichtige Tore und Schalke mit zum Aufstieg geschossen. Doch das ist jetzt ein neues Kapitel. Er nimmt es an, hat auch viel Erfahrung."
Er ziehe den Hut vor Dzeko, so Kuranyi, "dass er mit 40 Jahren noch Bundesliga spielt. Ich bin mit 34 in Fußballrente gegangen und selbst in diesem Alter war es schon schwierig für mich auf dem Platz".
Dzeko sei "halt nicht mehr 25 Jahre jung, deshalb kann er seine frühere Qualität vielleicht nicht mehr so auf den Platz bringen, weil ihm verständlicherweise Tempo und Kondition fehlen. Aber Edin kann das alles auch sehr gut selbst einschätzen und er wird seine Spiele bekommen", erklärte der frühere Nationalspieler.
Kuranyi setzt mit Blick auf Dzeko zudem auch auf Schalkes Erfolgscoach Miron Muslic. "Der Trainer weiß, wie er ihn aufstellen muss, ob als Joker oder in der Startelf – auch wenn das gegen Elversberg für Edin etwas bitter gelaufen ist. Es wird keine einfache, es wird eine harte Saison. Aber am Ende schafft Schalke den Klassenerhalt – auch mit dem einen oder anderen Dzeko-Tor."
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Dzekos "Problem" sei die taktische Ausrichtung der Knappen nach dem Aufstieg, urteilte Klaas-Jan Huntelaar. "Schalke wird nicht so viel offensiv spielen. Und wenn man auf Konter spielt, ist Dzeko natürlich nicht der richtige Mann."
FC Schalke 04: Dzeko "ein absoluter Weltstürmer"
Der Bosnier könne allerdings als Joker noch "eine große Rolle spielen", so Huntelaar. "Denn er weiß instinktiv, wo das Tor steht. Wird er eingewechselt, dann trifft er normalerweise auch."
Simon Terodde betonte, er könne die aktuelle Debatte um Dzeko nicht nachvollziehen. Dieser sei "ein absoluter Weltstürmer" und habe "schon jetzt seinen Wert in der Kabine".
Auf dem Platz rechnet Terodde mit einem Aufschwung beim Routinier. "Gerade in Heimspielen gegen Teams wie Union, Hamburg oder Köln, in denen Schalke mehr Ballbesitz haben dürfte, ist er der Richtige. Kein anderer Stürmer im Kader ist so eiskalt vorm Tor und keiner kann Bälle so gut behaupten. Und dass er jetzt spielt, ist übrigens auch wichtig, damit er überhaupt erstmal Spielpraxis bekommt."

























