Nach der bitteren Niederlage im EM-Gruppenspiel gegen Italien (82:89 n.V.) hat Nationalspieler Dennis Schröder Bundestrainer Chris Fleming öffentlich kritisiert. Grund dafür war die Anweisung des US-Amerikaners an die deutschen Spieler, in der Schlussphase beim Stand von 75:72 zu foulen.
"Wir hätten nicht foulen sollen, als wir mit drei vorne waren. Ich habe das nicht verstanden. Das finde ich nicht smart", sagte NBA-Profi Schröder. Er habe "dem Coach abgeraten", einen Gegenspieler an die Freiwurflinie zu schicken. Da Alessandro Gentile seine beiden Würfe traf, Schröder anschließend nach einem an ihm begangenen Foul aber nur einen, konnten die Italiener durch einen einfachen Feldwurf von Danilo Gallinari zum 76:76 ausgleichen und erzwangen die Verlängerung.
Für Dirk Nowitzki war Flemings Taktik zumindest ungewohnt. "In der NBA machen wird das nicht", sagte der Star der Dallas Mavericks: "In Europa macht das jeder. Wenn eine Mannschaft drei vorne ist, haben wir das immer gemacht. Das funktioniert nunmal oft."
"Der Coach hat gesagt, wir sollen foulen. Und das haben wir getan", ärgerte sich Schröder, mit 29 Punkten bester deutscher Werfer. Der Braunschweiger war der Meinung, das Team hätte lieber der "Defense vertrauen" sollen.







