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Leistungen werden "verzwergt"

Experte wird deutlich: Radsport hat Pogacar-"Problem"

Dominiert den Radsport-Zirkus derzeit: Tadej Pogacar
Dominiert den Radsport-Zirkus derzeit: Tadej Pogacar
Foto: © IMAGO/Simon Wilkinson/SWpix.com
25. September 2026, 11:58
sport.de
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Laut des früheren Radsport-Profis Jens Voigt ist die Dominanz von Tadej Pogacar aus Sicht seiner Konkurrenten extrem bitter.

Sollte Pogacars Rivale Remco Evenepoel bei der aktuell laufenden WM wirklich das Double aus Zeitfahren und Straßenrennen schaffen, wäre dies zwar "ein weiterer Meilenstein, den es noch nie gab - und vielleicht danach lange nicht mehr geben wird", sagte Voigt bei "Eurosport".

Der Belgier habe aber das Problem, "und das ist das Problem der ganzen aktuellen Generation, dass ihre Karriere zeitgleich zu der von Tadej Pogacar stattfindet", so Voigt. "Dadurch werden viele ihrer grandiosen Leistungen von außen betrachtet etwas verzwergt."

Der 55-Jährige, der selbst während seiner aktiven Zeit zur Radsport-Weltelite zählte, ergänzte: "Pogacar überstrahlt einfach alles, gerade in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit."

Fahrer wie Evenepoel, Mathieu van der Poel, Thomas Pidcock oder Mads Pedersen seien "unglaublich gut", lobte Voigt. Aber: "Ihre grandiosen Erfolge gehen neben Pogacar leider einfach fast unter. Das ist das Luxusproblem im aktuellen Radsport."

Pogacar gilt bei vielen Experten jetzt schon als bester Radfahrer aller Zeiten. Fünfmal gewann der 28 Jahre alte Slowene bislang die Tour de France, 2024 zudem den Giro d’Italia. Hinzu kommen unter anderem die WM-Titel 2024 und 2025.

In diesem Jahr kann Pogacar bei den Wettkämpfen im kanadischen Montreal wegen der Nachwirkungen seines schweren Sturzes bei der Vuelta aber nicht an den Start gehen.

Radsport: Wer beerbt Pogacar? Voigt sieht "Schwäche" bei WM-Favoriten

Evenepoel, der das WM-Zeitfahren bereits für sich entschied, zählt im Straßenrennen zu den Top-Favoriten, genau so wie sein belgischer Teamkollege Wout van Aert.

"Ihre Doppelspitze ist, so paradox es klingt, die einzige Schwäche der belgischen Mannschaft. Wie bringen sie die Interessen unter einen Hut?", sagte Voigt zu dieser durchaus brisanten Konstellation. "Sie haben zwei gleichberechtigte Kapitäne, aber Remco ist in absoluter Höchstform und wird unbedingt seine Chance suchen wollen."

Belgien habe zwei Optionen: "Wird das Rennen früh sehr hart, kann Evenepoel als Solist oder aus einer kleinen Gruppe ankommen. Bleibt das Rennen länger ruhig, hat van Aert im Sprint aus einer größeren Gruppe gute Chancen", so Voigt.

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