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"Ein gewisser Übermut war dabei"

Nach schwerem Unfall: Experte sieht Mitschuld bei Pogacar

Tadej Pogacar schied nach einem Sturz bei der Vuelta aus
Tadej Pogacar schied nach einem Sturz bei der Vuelta aus
Foto: © IMAGO/Fotoreporter Sirotti Stefano
31. August 2026, 15:25
sport.de
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Der schwere Sturz von Superstar Tadej Pogacar bei der Vuelta a España beschäftigt die Radsport-Welt weiter. Während viele den Unfall als unglücklichen Zufall bewerten, sieht Ex-Profi und TV-Experte Stef Clement auch Fehler beim Slowenen selbst.

Pogacar war auf einer schnellen Abfahrt mit rund 66 km/h gestürzt, nachdem er einen Stein getroffen hatte. Der Gesamtführende der Spanien-Rundfahrt musste das Rennen sofort aufgeben. Neben dem Schlüsselbeinbruch erlitt der 27-Jährige einen Bruch des siebten Halswirbels (C7), zahlreiche Schnittverletzungen im Gesicht, an den Händen und am Körper sowie eine schwere Gehirnerschütterung.

"Bei manchen Stürzen sieht man schon ein oder zwei Sekunden vorher, dass etwas passieren wird. Hier war es einfach: Boom – zu Boden, direkt aufs Gesicht", schilderte Clement im "NOS Cycling Podcast". 

Für viele Beobachter war der Vorfall damit schlicht Pech. Clement sieht die Situation allerdings anders.

"Wenn du so dominant bist, suchst du die Konkurrenz irgendwann nur noch in dir selbst. Pogacar kann im Moment eigentlich nur gegen sich selbst verlieren. Da war ein gewisser Übermut dabei", sagte der Niederländer.

Pogacar "weniger aufmerksam"?

Nach Ansicht des früheren Profis kann fehlender Konkurrenzdruck dazu führen, dass die Konzentration minimal nachlässt – mit möglicherweise folgenschweren Konsequenzen. Schließlich hätten mehrere Fahrer vor Pogacar dem Stein noch ausweichen können.

"Wenn du allen überlegen bist, bist du dann noch ausreichend auf all die Gefahren fokussiert? Oder bist du vielleicht dieses eine Prozent weniger aufmerksam? Genau das kann sich in einem unglücklichen Moment rächen", erklärte Clement.

Pogacar hatte bei der Vuelta bereits drei der ersten sieben Etappen gewonnen und führte in der Gesamtwertung mit einem deutlichen Vorsprung. Nach einer Rennwoche war er auf dem besten Wege, seinen ersten Sieg bei der Spanien-Rundfahrt zu holen.

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