Lukas Podolski verzückte jahrelang mit seinen Toren die deutschen Fußball-Fans. Nun äußerte sich der Weltmeister von 2014 zur aktuellen Lage der Nationalmannschaft und warnt vor zu großer Erwartungshaltung in Sachen Jürgen Klopp.
Auch wenn der frühere Kölner Klopp im Gespräch mit der "Sport Bild" als "richtige Lösung als Bundestrainer" beschreibt, warnt er gleichzeitig: "Er wird die Mannschaft nicht komplett ändern können. Ein Großteil der Spieler wird bleiben. Als Vereinstrainer in Dortmund und in Liverpool war das anders."
"Die Unterschiede für Klopp liegen auf der Hand. Er konnte sich die Spieler für sein System aussuchen. Das ist bei der Nationalmannschaft etwas schwieriger. In Deutschland fehlen seit Jahren auf einigen Positionen Weltklassespieler. Darum bin ich der Meinung: Jetzt den Trainer zu wechseln und dann zu sagen, nun wird alles besser, das ist zu einfach", erklärte Podolski, der von vielschichtigeren Problemen spricht.
"Deshalb braucht der DFB mehr Veränderungen und andere Strukturen, um in den nächsten Jahren etwas Neues aufbauen zu können", ist sich Poldi sicher.
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Poldi fordert mehr Mentalität
Doch nicht nur die grundsätzlichen Strukturen sieht Podolski als Problem, auch prangert er die Mentalität der Spieler an. "Man muss auch mal ein wenig dreckig spielen, auf dem Platz darf es ruhig mal knallen. Dieses Deutschland ist nicht mehr so gewesen wie zu meiner Zeit als Nationalspieler. Bei uns ging es zur Sache – in den Trainingseinheiten, in den Spielen. Das fehlte mir alles ein wenig bei unserer Mannschaft", konstatiert der Weltmeister von 2014 und fordert mehr Spieler vom Schlag Antonio Rüdiger.
"Spieler werden heutzutage glattgebügelt. Man darf sich zu nichts bekennen, anecken. Ein klares Beispiel ist Antonio Rüdiger: Er hat diese Galligkeit, er kann mal ein Drecksack sein, wenn es nötig ist – was dann auch wichtig ist. Das zeigt er bei Real Madrid. Aber wir meckern dann über ihn, weil er sich so verhält, wie er sich verhält. Von solchen Mentalitäts-Spielern haben wir zu wenig", stellt der Linksfuß fest.







