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(M)

"Fühle mich geehrt, ihn fahren zu sehen"

Früherer Tour-Sieger mit irrer Pogacar-Prognose

Tadej Pogacar steht vor seinem fünften Sieg bei der Tour de France
Tadej Pogacar steht vor seinem fünften Sieg bei der Tour de France
Foto: © IMAGO/Peter De Voecht
22. Juli 2026, 08:36
sport.de
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Tadej Pogacar dominiert einmal mehr nach Belieben die diesjährige Tour de France. Der Radsport-Superstar könnte die Frankreich-Rundfahrt zum fünften Mal gewinnen und damit unter anderem Christopher Froome hinter sich lassen. Dieser lässt sich nun zu einer besonderen Prognose zum Slowenen hinreißen.

Im Interview mit der "Sport Bild" erklärte der 41-Jährige: "Er ist erst 27 Jahre alt. Wenn er möchte, kann er noch zehn Jahre fahren. Und wenn er möchte, kann er die Tour de France noch zehnmal gewinnen. Ich war bei meinem ersten Tour-Sieg 28 Jahre alt. Insofern hat Tadej noch sehr viele Möglichkeiten zu gewinnen", erklärte der Brite.

Allerdings hat Froome so seine Zweifel, dass Pogacar seine schon jetzt überragende Karriere solange weiterführen wird. "Ich könnte mir vorstellen, dass er irgendwann andere Dinge in seinem Leben machen möchte. Mein Gefühl sagt mir, dass er noch zwei oder drei Mal die Tour gewinnt und dann aufhört."

Dann könnte sich Pogacars Karriere auch auf einer Stufe mit der von Radsport-Legende Eddy Merckx befinden. Dort sieht Froome den Slowenen bisher noch nicht: "Merckx hat die Tour ja fünf Mal gewonnen und auch die Vuelta und den Giro. Pogacar hat die Vuelta noch nicht gewonnen. Aber er ist auf dem besten Wege, Eddy einzuholen", ist sich Froome sicher.

Froome beeindruckt von Pogacars Qualiäten

Besonders beeindruckt zeigte sich der 41-Jährige bei Tadej Pogacar über das Gleichgewicht seiner Stärken. "Er fährt das ganze Jahr über auf Sieg, schon bei den Klassikern im Frühjahr. Das wäre für mich unvorstellbar gewesen. [...] Als Rundfahrer hast du eine große Ausdauer, bei Eintagesrennen brauchst du Explosivität. Das beißt sich eigentlich. Aber Tadej Pogacar bekommt beides hin. Er ist eine Ausnahmeerscheinung und ich fühle mich geehrt, ihn fahren zu sehen", schwärmt Froome.

Ebenso beeindruckt zeigt sich der vierfache Tour-Sieger von der Tatsache, dass Pogacar seinem Teamkollegen Isaac del Toro bereits einen Etappensieg schenkte. "Del Toro hat es sich verdient, er leistet tolle Helferdienste für Tadej", weiß Froome, der dennoch von einer "edlen Geste" spricht: "Im Radsport werden nicht viele Geschenke verteilt", weiß der Brite.

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