Mit dem Wechsel von Keeper Tjark Ernst zum niederländischen Topklub Feyenoord musste Hertha BSC am Donnerstag bereits den vierten Abgang eines Leistungsträgers in diesem Sommer verkraften. Ein bitterer Umstand, der umso brisanter erscheint, wenn man bedenkt, dass man in Berlin noch keinen Neuzugang vermelden konnte. Ein WM-Fahrer könnte nun dafür sorgen, dass sich das ändert. Der Schwede Gustaf Nilsson vom FC Brügge soll bei der Alten Dame hoch im Kurs stehen.
Laut einem Bericht der "Bild" passt der 1,97 Meter große Angreifer Gustaf Nilsson perfekt in das Anforderungsprofil von Hertha-Trainer Stefan Leitl.
Zudem soll sich der schwedische WM-Teilnehmer selbst einen Wechsel in die deutsche Hauptstadt gut vorstellen können, sein Arbeitgeber FC Brügge einer Leihe nicht abgeneigt sein. 2021/22 kickte der 29-Jährige bereits in Deutschlands 3. Liga für Wehen Wiesbaden, völlig neu ist ihm das deutsche Ligensystem somit nicht.
Allerdings soll Hertha BSC nicht der einzige Klub sein, der ein Auge auf Nilsson, dessen Vertrag in Brügge bis Ende Juni 2028 datiert ist, geworfen haben soll. Für die Berliner spricht laut "Bild" allerdings die sehr realistische Aussicht darauf, von Beginn an eine tragende Rolle zu spielen.
"Es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen"
Eine solche spielte seit der Saison 2023/24 auch Tjark Ernst, nun muss sich Hertha aber nach einem neuen Schlussmann umsehen. Ernst wechselt zu Feyenoord Rotterdam. Das bestätigte der Klub am Donnerstag.
"Tjark hat in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Weg hingelegt und sich zum absoluten Stammtorwart bei uns entwickelt. Es macht uns einerseits sehr stolz, dass seine Leistungen in Blau-Weiß ihn nun auf die höchste Bühne im europäischen Fußball führen, andererseits fällt es uns aber auch sehr schwer, ihn ziehen zu lassen, sowohl sportlich als auch menschlich", wird Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber in einer offiziellen Mitteilung zitiert.
Ernst ergänzt: "Es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen. Leicht fällt es mir nicht, denn ich hatte hier vier unfassbar tolle Jahre!"
Angeblich ermöglichte eine Ausstiegsklausel in Höhe von etwa fünf Millionen Euro den Wechsel, Hertha waren demnach die Hände gebunden.
























