Bei Hertha BSC läuft aktuell eine denkwürdige Verkaufswelle. Besonders der Abschied von Kapitän Fabian Reese hat in der Hauptstadt zuletzt die Gemüter erhitzt. In der Chefetage scheint man den Verkauf gelassener zu sehen.
"Fabian hat bei Hertha drei gute Jahre gehabt. Der Plan, dass er der Aufstiegskapitän ist, ist leider nicht aufgegangen", sagte Hertha-Boss Peter Görlich der "Bild".
"Ich bin sehr nüchtern. Ich kann die Fanseele verstehen. Aber ich kann nicht verstehen, wenn man in kürzester Zeit alles in Schutt und Asche tritt. Wir sind sehr zufrieden damit, was wir mit ihm finanziell erlöst haben", schilderte er die Position des Vereins.
Nach drei Jahren an der Spree hatte Reese kürzlich seine Zelte in Berlin abgebrochen und war für rund acht Millionen Euro zu Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg gewechselt.
Laut "Sport Bild" habe Hertha selbst auf einen Verkauf gedrängt, um die angespannte Finanzsituation zu entspannen. Die Reese-Millionen seien für den Klub "überlebenswichtig" gewesen, hieß es.
Weitere Abgänge bei Hertha BSC?
Mit Blick auf die Finanzen blieb Görlich eher vage. "Vor drei Jahren hat dieser Klub existenzielle Probleme gehabt. Deshalb gehen wir jetzt Schritt für Schritt. Es ist nicht mehr so, wie es vielleicht mal gewesen ist. Hertha ist kein Verein, der auf Rosen gebettet ist", stellte er klar.
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Klar scheint: Auf die Abgänge von Reese, Youngster Kennet Eichhorn und Mittelfeldmann Michael Cuisance könnten noch weitere Verkäufe folgen. Schlussmann Tjark Ernst gilt als heißester Kandidat, auch sein Weg könnte womöglich nach Wolfsburg führen.
In Berlin will man einen Transfer zumindest nicht ausschließen. "So ein Torhüter, der in jungen Jahren so eine Ausstrahlung hat, weckt Begehrlichkeiten. Er weiß aber auch, was er an uns hat, welche Position er hier einnehmen kann. Wir werden sehen, wie die Parteien entscheiden. Wir sind vorbereitet, fallen nicht in ein tiefes Loch", deutete Görlich an.
Fest stehe aber, dass Hertha nicht jeden Abgang mit einen neuen Top-Spieler kompensieren wird. "Wir wollen den Berliner Weg auf dem Platz zeigen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten für einige Talente, die ihren Job in der Akademie gut gemacht haben", so der Hertha-CEO.


























