Nach dem Aus von Trainer Ole Werner bei RB Leipzig prasselt aktuell reichlich Kritik auf Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp ein. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus nimmt dem ehemaligen BVB-Coach nicht ab, dass er bei der Entscheidung gegen Werner nur eine Nebenrolle gespielt haben soll.
"Klopp ist Leipzig, ohne Klopp läuft da gar nichts mehr. Auch wenn er nach außen etwas unschuldig tut und sagt, dass es die Leute aus Leipzig bestimmen. Ohne Klopp gibt es keine fußballerische Entscheidung im Red-Bull-Kosmos. Er ist der Alleinherrscher", sagte Matthäus bei "Bild" über das Trainerbeben in Leipzig.
Die Sachsen hatten sich am Mittwoch von ihrem Übungsleiter getrennt, obwohl Werner alle ausgegebenen Saisonziele erreicht und die Mannschaft zurück in die Champions League geführt hatte.
Klopp beteuerte im Anschluss, dass dieser Entschluss letztlich allein in Leipzig getroffen worden sei.
"Wir haben darüber nachgedacht, wie das aussehen könnte mit der Belastung, die auf uns zukommt. Dann hat man sich in Leipzig für den Wechsel entschieden", fasste es der 59-Jährige bei "MagentaTV" zusammen.
Klopp bei RB Leipzig auch Transfer-Boss?
Medienberichten zufolge sollen Unstimmigkeiten zwischen Klopp und Werner hingegen ein gewichtiger Grund für das Aus des Trainers gewesen sein.
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Laut "Sport Bild" soll es Streit über den angestrebten Spielstil gegeben haben, in den Diskussionen mit Werner habe sich Klopp dann mehrfach "persönlich angegriffen gefühlt", heißt es. In der Rückrunde habe der Fußballchef deshalb gleich zweimal eine Werner-Entlassung gefordert.
Matthäus ist sich sicher, dass RB vom eingeschlagenen Kurs nicht mehr abweichen wird. Klopp werde weiter maßgeblich die Geschicke der Roten Bullen bestimmen und sogar die wichtigsten Transfer-Entscheidungen persönlich treffen, glaubt der frühere Bayern-Kapitän.
"Natürlich macht er seine anderen Leute in der Öffentlichkeit nicht schwach, aber ich glaube schon, wenn ein Transfer von Diomande offen wird und die Angebote hereinkommen, dann glaube ich schon, dass er am Ende das letzte Wort hat", sagte Matthäus mit Blick auf den vielfach umworbenen Offensiv-Star der Leipziger.



























