Der Griff zu Inlinern verspricht puren Fahrspaß. Doch wer Grundlagen ignoriert, landet schnell auf dem Asphalt. Damit die ersten Runden nicht mit Schürfwunden enden, lohnt es sich, typische Anfängerfehler zu kennen.
Darum ist Inlineskating so gesund
Inlineskating macht nicht nur Spaß, sondern gilt auch als echtes Ganzkörpertraining. Laut der AOK werden dabei Ausdauer, Kraft und Koordination gleichzeitig gefördert. Vor allem Beine, Gesäß und Rumpf sind ständig in Bewegung, während der Körper permanent kleine Ausgleichsbewegungen ausführt.
Besonders spannend: Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass regelmäßiges Inlineskaten nicht nur die Muskulatur stärkt, sondern auch das Gleichgewicht verbessert. Gleichzeitig verbrennt die Sportart viele Kalorien und kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung für alle sein, die sich mehr bewegen oder ihr Gewicht reduzieren möchten.
1. Die falsche Körperhaltung
Wer sich zu Beginn kerzengerade auf die Inliner stellt, verliert beim kleinsten Kieselstein das Gleichgewicht. Einsteiger neigen instinktiv dazu, die Knie durchzudrücken. Das verlagert den Schwerpunkt nach hinten und führt unweigerlich zu Stürzen auf den Rücken. Richtig ist eine leicht federnde, tiefere Hocke mit etwas nach vorn gebeugtem Oberkörper.
2. Die falschen Skates kaufen
Viele Einsteiger greifen zum günstigsten Modell – und wundern sich später über Druckstellen oder mangelnde Kontrolle. Gerade bei Inlinern machen Passform und Fahrverhalten einen großen Unterschied.
Im Test des F.A.Z.-Kaufkompass überzeugten die Rollerblade Macroblade 90 BOA* als besonders starke Fitness-Skates für längere und schnellere Touren. Das sogenannte BOA-System ermöglicht laut Test ein schnelles An- und Ausziehen sowie eine präzise Anpassung an den Fuß. Als Empfehlung für Anfänger nennen die Tester die Oxelo Fitness Fit 100*, die als "gutmütig und günstig" gelten.
3. Den Bremsweg unterschätzen
Sich einfach rollen zu lassen, ist einfach – das rechtzeitige Anhalten dagegen nicht. Viele Anfänger starten euphorisch, ohne die Fersenbremse oder die T-Bremse sicher zu beherrschen. Bevor es auf abschüssige Straßen oder in belebte Parks geht, sollte das Bremsen auf einem flachen, leeren Parkplatz so lange geübt werden, bis die Bewegungsabläufe blind sitzen.
4. Ohne Schutzausrüstung losfahren
Der wohl schmerzhafteste Fehler ist der Verzicht auf die passende Schutzkleidung. Stürze gehören beim Lernen schlichtweg dazu, lassen sich mit den richtigen Gadgets aber völlig schmerz- und verletzungsfrei abfangen. Eine vollständige Ausrüstung schützt die kritischen Zonen effektiv, etwa das Skatewiz Protektorenset Protect-1*: Die Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner sind laut Produktbeschreibung für Kinder sowie Erwachsene geeignet und werden in einer praktischen Tasche geliefert.
Wichtig: Auch ein Sturz auf den Hinterkopf kann böse enden. Der Abus Fahrradhelm Xoxo* möchte Sicherheit mit modernem Design im klassischen Skater-Look verbinden. Ausgestattet mit einem optimierten Kinnpolster eignet sich der Cityhelm laut Hersteller ideal für Jugendliche und Erwachsene auf Inlinern, Skateboards oder Scootern.
5. Die Füße falsch belasten
Ein sehr häufiges Phänomen bei den ersten Fahrversuchen ist das Einknicken der Knöchel nach innen. Das mindert nicht nur die Kontrolle über den Skate, sondern führt auch schnell zu Schmerzen in den Gelenken. Hier hilft meist nur der Griff zu einem Schuh, der dem Fußgelenk maximale Stabilität bietet.
Nicht für jeden die beste Wahl
So gesund Inlineskating auch sein mag – für manche Menschen ist etwas Vorsicht angebracht. Wer unter akuten Knie-, Hüft- oder Sprunggelenksproblemen leidet oder Gleichgewichtsstörungen hat, sollte vor dem Start ärztlichen Rat einholen.
Auch nach längeren Sportpausen empfiehlt sich ein langsamer Einstieg. Anfänger starten am besten auf glatten, verkehrsarmen Strecken und steigern Tempo sowie Distanz Schritt für Schritt. Mit passender Schutzausrüstung, einem guten Helm und etwas Übung steht dem Fahrspaß dann meist nichts mehr im Weg.
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