Das wilde 5:4-Scheibenschießen zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern im Halbfinal-Hinspiel der Champions League hat Lothar Matthäus nicht überrascht. Fürs Rückspiel in einer Woche in München äußert der Rekord-Nationalspieler eine klare Prognose.
"Neun Tore, Dynamik, Spannung, eine enorme individuelle Qualität auf beiden Seiten: Wir alle wurden am Dienstag Zeugen eines der besten, vielleicht des besten Champions-League-Spiels der Geschichte, zumal es ein Halbfinale und nicht irgendein Ligaspiel war", schwärmte Matthäus in einem Beitrag für den "kicker". "Die zwei besten Mannschaften der Welt haben gezeigt, dass sie es vor allem offensiv können, zwangsläufig fehlte hinten die Stabilität. Auch ein 7:7 wäre möglich gewesen. Was für ein unglaublicher Unterhaltungswert!"
Der Weltmeister von 1990 betonte: "Der Trapattoni-Italiener kommt bei mir trotz meiner Jahre in Italien nicht zum Vorschein, Offensive ist mir lieber als Defensive."
Das Ergebnis habe sich aus Sicht des FC Bayern "über Wochen angedeutet", meinte Matthäus. "Einerseits der Torrekord in der Bundesliga, andererseits drei Gegentore daheim gegen Real, drei in Mainz, zwei in Freiburg oder gegen den VfB Stuttgart. Dafür zehn eigene Tore im Achtelfinale gegen Bergamo. Vincent Kompanys Mannschaft bietet ein einkalkuliertes Spektakel."
Matthäus wird deutlich: Diese Faktoren sprechen für den FC Bayern
Für PSG fühle sich das letztlich knappe Resultat "negativer an als für den FC Bayern. Sie werden dem Drei-Tore-Vorsprung noch hinterhertrauern", so Matthäus weiter.
Die "tolle Moral" spreche im Rückspiel genauso für den deutschen Rekordmeister wie die bessere körperliche Verfassung, die "das größte Plus" sei, blickte der 65-Jährige voraus.
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PSG sei am Ende des Hinspiels "auf dem Zahnfleisch" gegangen, sagte Matthäus. "Die Bayern haben noch alle Chancen. Sie brauchen im Rückspiel ein Tor Vorsprung über 90 Minuten, in einer Verlängerung käme der körperliche Vorteil noch mehr zur Geltung." Er gehe daher von einem Finaleinzug des FC Bayern in der Königsklasse aus.




















