Zwei Jahrzehnte lang war Hans-Joachim Watzke der starke Mann bei Borussia Dortmund. Ende des letzten Jahres gab er den Staffelstab jedoch an die neue Geschäftsführung weiter und wurde anschließend zum Präsidenten des BVB gewählt. Ins operative Geschäft ist er nun weniger eingebunden, doch er steht Lars Ricken und Carsten Cramer weiterhin zur Seite.
Im Gespräch mit den "Ruhr Nachrichten" lobte Watzke die beiden nun, sprach aber gleichsam einen Wunsch für die Zukunft aus: "Natürlich muss man uns als Borussia Dortmund auch hören. Wir dürfen nicht zu leise werden", forderte der BVB-Präsident.
Damit seien "an vorderster Front" Cramer und Ricken gemeint, "die müssen schon auch mal in den Kampf ziehen. Manchmal musst du auch ein bisschen breitbeiniger auftreten, damit alle anderen ein gewisses Maß an Respekt vor dir haben."
Der BVB werde "eine starke Stimme in der Bundesliga bleiben", ist sich Watzke sicher. "Das wissen aber unsere Verantwortlichen und da müssen wir unser Profil weiter schärfen. Das wird sicherlich in allererster Linie eine Aufgabe von Carsten Cramer sein, aber Lars muss ihn in seiner Funktion unterstützen", sagte der langjährige Klubchef.
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BVB: Ricken scheut sich nicht vor harten Entscheidungen
Trotz der klaren Forderungen schenkte Watzke der neuen Geschäftsführung das vollste Vertrauen. Ricken und Cramer müssten ihre eigenen Entscheidungen treffen, ansonsten könne man sie nicht bewerten. Mögliche Kritik wolle er allerdings nur intern äußern, so Watzke.
Apropos eigene Entscheidungen: Eine solche trafen Cramer und Ricken zuletzt, als man sich von Sebastian Kehl trennte und im Anschluss Ole Book verpflichtete. Bei dieser Personalie habe sich Watzke herausgehalten, erklärte er: "Ich wollte ihre Meinung nicht zerschießen oder bestärken", so der Sauerländer.
Es sei wichtig, Ricken und Cramer Zeit zu geben. "Lars hat in diesen noch nicht mal zwei Jahren schon relativ klare und harte Entscheidung getroffen. Es wird immer so getan, als wenn er sich scheuen würde", sagte Watzke: "Aber er hat Nuri Sahin entlassen und dann mit Niko Kovac komplett die richtige Entscheidung getroffen. Das muss man auch mal festhalten. Und jetzt hat er die nächste harte Entscheidung getroffen. Was für mich wichtig ist: Lars ist korrekt, Lars ist anständig."






























