Die Krise des amtierenden Schach-Weltmeisters Dommaraju Gukesh hat sich auch bei den Menorca Open fortgesetzt. Der 19-Jährige ging beim Einladungsturnier als einer der Favoriten an den Start, spielte im Kampf um den Sieg aber keine Rolle. Die Fragezeichen hinter seiner WM-Titelverteidigung werden immer größer.
Schach-Weltmeister Dommaraju Gukesh hat den Turniersieg bei den Menorca Open klar verpasst und belegte in dem nur sechsköpfigen Teilnehmerfeld nach zehn Partien den enttäuschenden vierten Platz.
Der junge Inder präsentierte sich auch diesmal nicht in Form und kassierte insgesamt vier Niederlagen. Allein zwei Mal unterlag er seinem 21-jährigen Landsmann Nihal Sarin, der sich mit sechs von zehn möglichen Punkten den Turniersieg sicherte.
Zudem verlor Gukesh auch noch jeweils eine Partie gegen Richard Rapport und Ruslan Ponomariov. Das Turnier beendete der Weltmeister mit lediglich 4,5 Punkten.
Schach-Weltmeister Gukesh völlig außer Form
Gukesh befindet sich seit einigen Monaten in einem Formtief. Mit einem Rating von 2732 Punkten liegt er im FIDE-Ranking längst außerhalb der Top 10. Allein in diesem Jahr hat der Inder 22 ELO-Punkte eingebüßt.
Fragen wirft der Absturz vor allem mit Blick auf seine erste WM-Titelverteidigung in diesem Jahr auf. Dort wird er auf den Usbeken Javokhir Sindarov treffen, der den Sieg beim Kandidatenturnier auf Zypern schon so gut wie sicher hat. In der aktuellen Verfassung, so viel scheint klar, wird Gukesh dem furios aufspielenden Sindarov nur wenig entgegenzusetzen haben.
Was genau beim amtierenden Weltmeister schief läuft, weiß niemand. Gukesh leistet sich allerdings seit Monaten teils haarsträubende taktische Fehler am Brett. Dazu kommt er auch immer wieder in Schwierigkeiten, was sein Zeit-Management angeht. Mit wenig Zeit auf der Uhr, produziert er zwangsläufig noch mehr Fehler. Bei den Menorca Open wollte er sich im WM-Jahr eigentlich endlich anmelden, doch auch dieser Schuss ging nun nach hinten los.
