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"Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit begleitet"

Biathlon-Hoffnung beendet Karriere

Symbolbild: Clément Pires beendet seine Biathlon-Karriere
Symbolbild: Clément Pires beendet seine Biathlon-Karriere
Foto: © IMAGO/Sergei Bobylev
12. April 2026, 12:10
sport.de
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Das nächste Biathlon-Talent verabschiedet sich frühzeitig: Wie seine Teamkollegen Margot Bonaimé, Romane Ottenheimer de Gail und Mathieu Garcia hat auch der 19-jährige Clément Pires beschlossen, seine Karriere nach der Saison 2025/2026 zu beenden.

"Ich konnte in meiner Kategorie nicht mehr mit den Besten mithalten", begründete bisherige Frankreichs U21-Hoffnung Clément Pires im Gespräch mit dem "Nordic Magazine" den Entschluss, Gewehr und Skier an den Nagel zu hängen.

Der scheidende Skijäger selbstkritisch: "Die Ergebnisse sprechen für sich, ich habe es das ganze Jahr über nicht aufs Podium geschafft. Beim Skifahren fühlte ich mich gut, aber ich war einfach nicht konkurrenzfähig, obwohl ich das Gefühl hatte, mich bestmöglich auf den Sommer vorbereitet zu haben. Es hat einfach nicht gereicht."

Zwar hänge die Freude am Biathlon nicht ausschließlich an nackten Ergebnissen, aber: "Persönlich ist es das, was mich jeden Tag zu härterem Training motiviert. Dieses Jahr habe ich allerdings weniger Freude daran gehabt als in den vergangenen Saisons. Das zeigte sich besonders im Laufe der Saison, als sich die Ergebnisse kaum oder gar nicht verbesserten."

Als Höhepunkt seiner Karriere bezeichnete Pires seine Teilnahme an den Olympischen Jugendspielen in Südkorea im Januar 2024. "Das ist ganz klar mein größtes Erlebnis und eine meiner schönsten Erinnerungen an den Biathlon. Diese Gelegenheit zu haben und an einem solchen Event teilnehmen zu dürfen, war wirklich unglaublich", schwärmte der Franzose.

Kindheits-Leidenschaft statt Biathlon-Karriere

Pires weiß bereits, wie es nun für ihn weitergeht: Der 19-Jährige beginnt demnächst in Grenoble eine staatlich anerkannte Tischlerlehre. "Ich bin sehr motiviert und kann es kaum erwarten, anzufangen", verriet er.

Den durchaus überraschenden Schritt begründete Pires wie folgt: "Es ist eine Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Ich hoffe, diese Leidenschaft zu meinem Beruf machen zu können. Das hatte ich vorher nie in Erwägung gezogen, da es sich nicht mit dem Spitzensport vereinbaren ließ."

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