Nationalspieler Jamal Musiala kann mit der vom ehemaligen Vorstandschef des FC Bayern Oliver Kahn in Gang gebrachten Diskussion über einen WM-Verzicht wenig anfangen. DFB-Kapitän Joshua Kimmich sieht den Offensivspieler ohnehin auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke.
Jamal Musiala verschwendet keinen Gedanken daran, freiwillig auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zu verzichten. "Auf jeden Fall will ich zur WM gehen", sagte er nach dem 5:0 (1:0) beim FC St. Pauli bei "Sky".
Ex-Bayern-Vorstandsboss Oliver Kahn hatte zuvor in der "Sky"-Sendung "Triple – der Hagedorn-Fussballtalk" mit dem Vorstoß für Aufmerksamkeit gesorgt, Musiala sollte mit Blick auf seine aktuelle Verfassung von einer WM-Teilnahme absehen. Sein Argument: "Wenn ich spüre, dass etwas in meinem Spiel nicht stimmt, dann muss ich an mir arbeiten, wieder bereit zu sein."
In der Bundesliga kam Musiala zum Zeitpunkt von Kahns Aussage zu neun Einsätzen (ein Tor, zwei Vorlagen), erst im März musste er nach einer erneuten Schmerzreaktion am Knöchel einige Wochen, auch die Länderspiele im März ließ er ausfallen.
DFB-Kapitän Kimmich sieht verändertes "Mindset"
Beim FC St. Pauli meldete sich der 23-Jährige allerdings eindrucksvoll zurück, war mit einem Tor und einer Vorlage einer der besten Spieler auf dem Platz. "Ich habe jetzt nicht genau gelesen, was er gesagt hat, aber auf jeden Fall will ich hingehen", sagte Musiala zum Kahn-Vorstoß.
Er merke, dass er "einen Schritt nach vorne gemacht" habe und durch die gesammelten Einsatzzeiten mehr "Gefühl in den Fuß" bekomme.
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Joshua Kimmich, Mitspieler beim FC Bayern und Kapitän in der deutschen Nationalmannschaft, sieht den Offensivspieler ohnehin auf allerbestem Weg zurück zu alter Stärke. "Man merkt, wenn er kontinuierlich bei uns im Training dabei ist und seine Spiele bekommt, hat er immer seine Scorer so wie heute", so der Führungsspieler: "Natürlich ist es noch ein Weg, beständig diese Leistung alle drei Tage bringen zu können. Ich merke aber, dass sich sein Mindset gerade etwas verändert hat, er wird jetzt positiver."
Eberl: "Irgendwann wird dieser Moment kommen"
Sportvorstand Max Eberl hatte vor Spielbeginn bei "Sky" noch einmal hervorgehoben, dass "diese Verletzung echt ein Einschlag für ihn" war: "Er hat den Knöchel gesehen. Natürlich hat er damit noch zu tun - nicht nur körperlich, sondern auch von der Birne her."
Dem Bayern-Boss zufolge werde Musiala aber schon bald wieder der Alte sein: "Irgendwann wird dieser Moment kommen, dann wird er positive Dinge erleben - Zweikämpfe, vielleicht ein Tor, vielleicht ein Assist, vielleicht ein besonderer Moment gegen Real Madrid - dann wird alles vergessen sein. Dann werden wir den Jamal wiedersehen, den wir vorher hatten."
Womöglich hat der Bayern-Star bereits gegen St. Pauli diesen "besonderen Moment" erlebt.





























