Der norwegische Biathlon-Verband verstärkt sich mit Sverre Olsbu Røiseland, der nach der abgelaufenen Saison den Deutschen Skiverband (DSV) verlassen hat. Das haben die Norwegen am Samstag bekannt gegeben.
Etwas Klarheit im Trainer-Karussell im Biathlon-Zirkus: Der norwegische Biathlonverband hat Entscheidungen über seine Übungsleiter getroffen und Sverre Olsbu Røiseland offiziell verpflichtet.
Der ehemalige Trainer der deutschen Biathlon-Damen übernimmt den Posten als Cheftrainer der norwegischen Frauen. An seiner Seite soll die ehemalige Langläuferin Marthe Kristoffersen fungieren. Røiseland hatte bis zu seinem Abschied zum Ende des abgelaufenen Winters vier Jahre für den DSV gearbeitet, ehe sein Vertrag auslief.
Dass Røiseland, Ehemann der 13-fachen Weltmeisterin Marte Olsbu, nach Norwegen zurückkehren könnte, war ein offenes Geheimnis. Er selbst hatte sich zuvor auch als möglicher Trainer ins Spiel gebracht. Offen war aber, in welcher Funktion er in seine Heimat zieht.
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Die Röiselands erwarten im Herbst ihr zweites Kind, auch deswegen wollte der Trainer zurück nach Norwegen. Zudem war der Coach kurz nach den Winterspielen in Italien im Februar von einer Krebsdiagnose geschockt worden. Bei ihm wurde Hodenkrebs festgestellt, der sofort einen Eingriff nötig machte. "Die Operation verlief sehr gut, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Krebs gestreut hat", hatte Röiseland im März geschrieben.
Direkt nach dem Weltcupfinale im März in Oslo hatte der DSV dann bekannt gegeben, dass die bisherige Zusammenarbeit mit Røiseland und dem zweiten Frauen-Trainer, Kristian Mehringer, endet. Mehringer bekommt eine neue Position im Verband. Wer die deutschen Biathletinnen künftig trainiert, ist bislang nicht bekannt.
Die Norweger klärten unterdessen auch eine zweite Schlüsselposition: Der bisherige Frauen-Trainer Patrick Oberegger wird nun die norwegischen Biathleten coachen. An seiner Seite soll Anders Øverby wirken. "Die beiden sind zusammen ein starkes Team", sagte Emiilie Nordskar, Generalsekretärin des Verbands, gegenüber "NRK": "Sie verkörpern etwas Neues und zugleich Kontinuität."

