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Überraschungen bei Paris-Roubaix?

Pogacar hat "das Spiel komplett" verändert

Will zum ersten Mal bei Paris-Roubaix gewinnen: Tadej Pogacar
Will zum ersten Mal bei Paris-Roubaix gewinnen: Tadej Pogacar
Foto: © IMAGO/Jan De Meuleneir
11. April 2026, 16:58
sport.de
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Tadej Pogacar fehlt in seinem vollen Trophäenschrank noch der Sieg beim Klassiker Paris-Roubaix. Trotzdem hat der Slowene längst neue Maßstäbe gesetzt, sagt der Sportliche Leiter von Lidl-Trek Bernhard Eisel.

Tadej Pogacar ist nicht nur der Dominator der vergangenen Jahre, wenn es um die großen Rundfahrten wie die Tour de France ging. Doch der Slowene gibt sich damit nicht zufrieden, will stattdessen auch bei den Monumenten des Radsports auf Rekordjagd gehen. So ist der 27-Jährige in den letzten Jahren zum wohl komplettesten Fahrer überhaupt geworden. 

"Früher waren Rundfahrer komplette Exoten bei Rennen wie Paris - Roubaix und man hat dann ein Team um sie gebaut, damit sie irgendwie heil durchkommen", erklärte der Sportliche Leiter vom Team Lidl-Trek Bernhard Eisel im Interview mit "Eurosport" vor dem Kopfsteinpflaster-Spektakel am Sonntag.

Der 45-Jährige beobachtet eine Veränderung bei den Radsport-Stars: "Jetzt ist es plötzlich so, dass ein Pogacar oder in Flandern auch ein Evenepoel sich einfach mit an den Start stellen, vorne mitfahren und gar nicht groß überlegen. Früher haben die Rundfahrer gesagt: Ihr seid die Verrückten, macht das mal ihr Klassikerfahrer, wir bleiben weit weg."

Überraschungen oder Favoriten-Sieg bei Paris-Roubaix?

Zurückzuführen sei dies vor allem auf den vierfachen Tour-de-France-Sieger, der in 2026 bereits die Monumente Mailand-Sanremo und die Flandern-Rundfahrt gewinnen konnte. "Pogacar hat das Ganze verändert, er hat das Spiel komplett neu geschrieben und jetzt sind auch alle anderen wieder drauf aufgesprungen und sagen: Schau mal, wenn der kann, dann kannst du auch", so Eisel.

Nach Paris-Roubaix stehen noch Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardai-Rundfahrt an, auch hier will Tadej Pogacar wieder um den Titel mitfahren. Allein in Paris-Roubaix konnte er noch nicht gewinnen, wurde bei seinem Debüt im vergangenen Jahr Zweiter hinter Mathieu van der Poel.

Die beiden Konkurrenten sind auch in diesem Jahr bei der "Königin der Klassiker" die Favoriten, doch sagt Eisel auch: "Die Karten werden neu gemischt. Es gibt immer wieder Überraschungen - nicht immer, aber das ist der Unterschied zu Flandern oder der Tour de France, da gibt es das gar nicht mehr. In Roubaix aber kann man ein kleines Formdefizit mit Motivation und Streckenkenntnis oder einer Attacke im richtigen Moment wettmachen."

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