Mit seinen 26 abgespulten Minuten beim 139:120-Sieg der San Antonio Spurs über die Dallas Mavericks am Freitag hat Victor Wembanyama die Schwelle von 65 Einsätzen erreicht. Über die Regularien für die NBA Awards sowie seine Kandidatur als Defensive Player of the Year ging er nach dem Spiel in einen Austausch.
In einer mitunter zähen Regular Season über 82 Spiele kommt es nicht allzu häufig vor, dass die Pressekonferenzen der Stars nach den Spielen in Erinnerung bleiben. Beim wortgewandten Wembanyama hat dieser Umstand aber mittlerweile keinen Seltenheitswert mehr.
Denn nachdem er nun auch offiziell für die Ehrungen nach der Saison qualifiziert ist, fiel dem Franzosen ein Stein vom Herzen. "Es fühlt sich sehr, sehr gut an", sagte Wemby über sein 65. Spiel in dieser Saison, von dem er "nicht überrascht wäre", wenn es sein letzter Regular-Season-Auftritt in dieser Spielzeit gewesen ist.
Am Sonntag treffen die auf Platz zwei gesetzten Spurs noch auf die Denver Nuggets. "In dieser Saison war viel los und das ist ein guter Abschluss", freute sich Wemby. Bei seiner persönlichen Generalprobe für die Playoffs war er gegen die Mavs mit 40 Punkten wieder einmal der alles überragende Akteur. Ein Feuerwerk, welches er in nur 26 Minuten auf dem Feld abbrannte.
Eine Wadenzerrung, die ihn allein 12 Spiele kostete, brachte ihn im Saisonverlauf an den Rand, erneut nicht für die NBA-Awards zugelassen zu werden. Ein Blutgerinnsel in seiner rechten Schulter hatte ihn schon in der vergangenen Spielzeit um den DPOY-Award gebracht.
Wembanyama: "Dann ist das keine passende Reflexion"
Mit der Gewissheit, in dieser Saison zur Wahl zu stehen, wähnte sich der Nummer-1-Pick von 2024 seiner Sache sicher. "Ja, wäre ich", antwortete er auf die Frage, ob er überrascht wäre, nicht einstimmig zum besten Verteidiger der Saison gewählt zu werden. Er fragte daraufhin die anwesenden Medienvertreter, wer ansonsten überhaupt noch infrage komme, woraufhin diese leichte Schwierigkeiten hatten, überhaupt Konkurrenz für ihn aufzuzählen.
Die Regel, 65 Spiele für die Auszeichnungen absolviert haben zu müssen, hat in dieser Saison eine ligaweite Debatte ausgelöst. Zu dieser gab nun auch Wembanyama eine äußerst differenzierte Einschätzung ab. "Es ist eine sehr gute Frage", begann der Spurs-Superstar seine Ausführung. "Wenn Luka Doncic und Cade Cunningham nicht unter den Awardträgern sind, ist es keine passende Reflexion der Saison. Aber gleichzeitig ist eine Schwelle gut."
75 Prozent! Wembanyama rechnet vor
Wo genau diese Grenze jedoch gezogen werden müsse, wollte er zunächst von den Medienvertretern wissen. Danach stellte er seine Fähigkeiten im Kopfrechnen eindrucksvoll unter Beweis und machte seine Überlegungen damit konkret.
"Wenn ein Spieler 50 Spiele spielt, jeweils 35 Minuten, dann sind das 50 mal 35 – das sind 1.750, richtig? Habe ich recht?", rechnete Wembanyama vor. "Wenn ein Spieler 75 Spiele mit jeweils 20 Minuten spielt, sind das 1.500. Deshalb ist es meiner Meinung nach sinnvoll, kein Limit zu haben. Das ist eine Meinung. 75 Prozent der Spiele wären meiner Meinung nach logisch, und das wären 61,5 Spiele, richtig? Also 62 Spiele."
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