Seit Monaten sprechen Nico Schlotterbeck und Borussia Dortmund über eine Vertragsverlängerung. Rund um die Länderspielpause war eine Entscheidung des Innenverteidigers erwartet worden, die jedoch auch knapp zwei Wochen später noch auf sich warten lässt. TV-Experte Didi Hamann rät den BVB-Bossen, dem Leistungsträger eine Deadline zu setzen.
Bei Borussia Dortmund will man seinem Innenverteidiger Nico Schlotterbeck auch weiterhin keine Frist setzen, um eine Entscheidung im Vertragspoker herbeizuführen. Das verkündete BVB-Geschäftsführer Lars Ricken in einem Interview mit der "Sport Bild": "Das macht in manchen Fällen vielleicht Sinn, in diesem aber nicht. Die Gespräche sind so respektvoll und vertraulich, dass wir nicht auf künstliche Weise Druck ausüben wollen."
Ex-Profi Dietmar Hamann sieht das ganz anders. Im "Sky"-Format "Triple – Der Hagedorn-Fußballtalk" wurde der TV-Experte bei einer Nachfrage zu einem Ultimatum für den Innenverteidiger deutlich: "Anders geht es nicht." Der ehemalige Nationalspieler würde Schlotterbeck eine Frist von "zwei bis drei Wochen" setzen. Eine Ausstiegsklausel, die möglichweise bereits für 2026 gelten könnte, käme für Hamann hingegen überhaupt nicht in Frage.
"Dann können sie den Laden zusperren", kommentierte der 52-Jährige diese Spekulationen: "Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Das wäre schon ein Offenbarungseid." Lothar Matthäus hatte zuletzt verraten, dass Schlotterbeck eine Ausstiegsklausel für den anstehenden WM-Sommer "unbedingt" inkludiert haben möchte, um sich bei der Weltmeisterschaft ins Rampenlicht zu spielen.
Matthäus brachte pikante Schlotterbeck-Klausel ins Spiel
"Er sieht die Möglichkeit, mit einem Erfolg der deutschen Nationalmannschaft als Stammspieler in der Innenverteidigung, sodass er am Ende vielleicht die Möglichkeit bekommt, zu einem noch größeren Verein zu gehen – mit einer möglicherweise höheren Wertschätzung, als er sie bei Dortmund bekommt. Und das ist, glaube ich, noch so ein bisschen in der Diskussion", vermutete der Weltmeister von 1990 am Sonntag bei "Sky90".
Schlotterbeck liegt seit geraumer Zeit ein unterschriftsreifer Vertrag über eine Verlängerung über 2027 hinaus vor. Zuletzt hatte der Nationalspieler Meldungen öffentlich dementiert, nach denen er sich für einen Verbleib entschieden haben soll. Laut Hamann sind die Fortschritte in den Verhandlungen aber gering: "Ich habe gehört, dass der heutige Stand der Dinge der gleiche wie vor zwei oder drei Wochen ist."
Mehr dazu:
Dortmunds Sport-Geschäftsführer Ricken zeichnete derweil "drei Optionen" im Fall Schlotterbeck: "Wir verlängern den Vertrag, wir verkaufen ihn im Sommer – oder wir gehen ins letzte Vertragsjahr. Die letzte Option wollen wir alle vermeiden. Das wäre weder für uns noch für Nico gut. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die erste Option klappt."





























