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"Finde fast keine positiven Worte dafür"

Biathlon-Sorgenkind zieht vernichtendes Saisonfazit

Biathlet Gion Stalder ist mit seiner Saison unzufrieden
Biathlet Gion Stalder ist mit seiner Saison unzufrieden
Foto: © IMAGO/Manuel Geisser
09. April 2026, 09:56
sport.de
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Wie so oft in den letzten Jahren konnte der Schweizer Biathlet Gion Stalder einer guten Vorbereitung keine entsprechend erfolgreiche Saison folgen lassen. Der 26-Jährige, der 2023 im Weltcup debütiert hatte, kam ausschließlich im zweitklassigen IBU-Cup zum Einsatz - und konnte selbst dort nicht überzeugen. Wenig überraschend fällt sein Winter-Fazit daher äußerst negativ aus.

"Ich finde fast keine positiven Worte dafür", wurde Gion Stalder von der Tageszeitung "Zürcher Oberländer" zitiert. Folglich sei er "froh", dass die Saison endlich vorbei ist.

Sein bestes Resultat im IBU-Cup war ein 26. Platz, nur ein weiteres Mal schaffte er es überhaupt in die Top 30. So stand in der Gesamtwertung nur Rang 91 zu Buche, eine Rückkehr in den Weltcup ist in weiter Ferne. Im März 2025 bestritt er dort sein letztes Rennen, wurde in Oslo 90.

Dabei hatte Stalder nach einer starken Vorbereitung noch Hoffnung gehabt, endlich wieder zu seiner Top-Form zurückfinden zu können. "Ich hatte das Gefühl, Bäume ausreißen zu können", erinnerte sich der Schweizer, der gestand: "Darum bin ich jetzt umso mehr enttäuscht."

Dass er unbedingt zusammen mit seinem Bruder Sebastian an den Olympischen Winterspielen in Italien teilnehmen wollte, machte Stalder laut eigener Aussage zusätzlichen Druck. Er verkrampfte.

So wuchs die Unzufriedenheit mehr und mehr. Der erfahrene Skijäger resümierte ehrlich: "Im Frust gibt es den einen oder anderen Moment, an dem man es leid ist, sich aus diesen Situationen zu kämpfen."

Biathlon-Sorgenkind ehrlich: "Wenn es im Kopf hapert ..."

Doch Stadler will noch nicht aufgeben. "Ich habe noch immer das Feuer für den Sport. Das ist bei Weitem nicht erloschen", verdeutlichte der Oberländer, der seinen Platz im B-Kader von Swiss-Ski behalten will.

Immerhin hat er einen Ansatz, wie es künftig besser laufen könnte. Statt wie bisher seine Stärken zu fördern, wolle er nun "die Schwächen anpacken".

Speziell am Gewehr muss eine Steigerung her. "Ich weiß, ich kann schießen. Aber wenn es im Kopf hapert, ist es schwierig, aus dem Tief zu finden", so Stadler.

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