Viel bitterer hätte das Viertelfinal-Hinspiel für den FC Barcelona nicht laufen können: Die Katalanen gerieten bereits in der ersten Hälfte in Unterzahl und mussten sich im Camp Nou letztlich mit 0:2 gegen Atlético Madrid geschlagen geben. Trainer Hansi Flick haderte nach dem spanischen Champions-League-Duell insbesondere mit zwei Szenen.
Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich am Mittwochabend in der 41. Minute: Nach einem Steilpass brachte Barca-Innenverteidiger Pau Cubarsí als letzter Mann seinen Gegenspieler Giuliano Simeone zu Fall. Schiedsrichter Istvan Kovacs zückte zunächst die Gelbe Karte. Der VAR schaltete sich ein. Die Unparteiischen entschieden sich abschließend für einen Platzverweis. Doppelt bitter: Julian Alvarez verwandelte den fälligen Freistoß.
"Ich weiß nicht, es könnte eine Rote Karte sein oder auch nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob er den Ball ausreichend berührt hat. Der Ball war hinter ihm", kommentierte Barca-Trainer Flick die Szene im Nachgang.
"Wozu haben wir denn den VAR?"
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FC Barcelona mit einem Spieler weniger offensivfreudig und forderte in der 55. Minute einen Elfmeter. Atlético-Torhüter Juan Musso hatte einen Abstoß zu seinem Verteidiger Marc Pubill gespielt, der den Ball mit der Hand stoppte und den Abstoß erneut ausführte.
"Ich verstehe nicht, warum der VAR nicht eingreift. Es ist normal, Fehler zu machen, aber in solchen Situationen – wozu haben wir denn den VAR? Das hätte ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also die Rote Karte sein müssen. Das darf nicht vorkommen", schimpfte Flick.
Der Ex-Leipziger Alexander Sørloth erhöhte in der 70. Minute für Atlético. Der FC Barcelona reist nun mit einer 0:2-Hypothek zum Rückspiel (14. April) nach Madrid. "Wir glauben an uns. Wir haben uns mit einem Spieler weniger sehr gut geschlagen", war Flick darum bemüht, Optimismus zu versprühen.



















