Der ehemalige Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher glaubt nicht daran, dass der viermalige Weltmeister Max Verstappen seine Rückzugsgedanken tatsächlich in die Tat umsetzen wird. Zugleich nahm er den Niederländer in die Pflicht.
Geht es nach Ralf Schumacher, sind Max Verstappens Androhungen, die Formel 1 zu verlassen, nichts weiter als ein "Bluff", wie er im Gespräch mit "Sport Bild" zu Protokoll gab. Denn: "Max ist noch viel zu jung, um jetzt einfach zu Hause zu bleiben. Und wo soll er denn hin?"
Zuletzt hatte sich der Red-Bull-Superstar und Top-Verdiener der Königsklasse der Langstrecken-Serie angenähert. Nach ersten Einsätzen auf der legendären Nordschleife stehen für Verstappen bald die 24 Stunden vom Nürburgring an.
Alles nur Abenteuer neben dem Formel-1-Alltag, ist der "Sky"-Experte überzeugt. Es seien Zweifel angebracht, "ob er das auch als Vollzeitjob noch attraktiv" findet, so Schumacher: "Das glaube ich nicht. Die Formel 1 ist die Königsklasse des Motorsports."
Red-Bull-Star nun in der Pflicht
Darüber hinaus nahm der 50-Jährige Verstappen in die Pflicht. Es sei "jetzt an der Zeit, dass er - bei allem Respekt gegenüber Max und seinen Verdiensten - Red Bull auch etwas zurückgeben muss". Er müsse gemeinsam mit dem Rennstall "an Lösungen arbeiten", um endlich auch wieder um Siege in der Formel 1 mitfahren zu können. "Dann hat er auch wieder deutlich mehr Spaß an der Sache."
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Zuletzt in Japan fuhr Verstappen der Konkurrenz nur hinterher, wurde Achter im Rennen. In der Fahrerwertung ist er mit zwölf mageren Punkten nur Neunter - hinter Oliver Bearman (Haas) und Pierre Gasly (Alpine).
Warum es bei Red Bull zum Saisonstart nicht funktioniert, habe womöglich auch mit Führungskraft Pierre Waché zu tun, so der sechsfache Grand-Prix-Sieger und WM-Vierte von 2001 und 2002. Der Technische Direktor von Red Bull "ist der Aufgabe offensichtlich nicht gewachsen", so Schumacher: "Zumindest nicht allein. Er braucht Unterstützung. Denn der Motor läuft, das Auto ist das Problem."
Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, laut denen Waché bei Red Bull vor dem Aus stehen soll.





