Sportlich gesehen war die vergangene Ski-Saison für Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin wieder einmal ein riesiger Erfolg, privat hatte die 31-Jährige dagegen keine leichte Zeit. Hintergrund war die schwere Erkrankung ihrer Mutter Eileen.
Bei der 66-Jährigen war im Vorjahr bei einer Routine-Darmspiegelung ein Tumor entdeckt worden. "Wir wollten zu Saisonbeginn nicht wirklich über Deinen Krebs und Deine Behandlungen sprechen, aber viele Menschen im Weltcup-Zirkus haben mitbekommen, dass Du nicht da warst", gewährte Shiffrin im Gespräch mit ihrer Mutter im Podcast "What's the point" intime Einblick.
Infolge ihrer Krebserkrankung verpasste Mama Shiffrin - anders als in den Vorjahren - die komplette Saisonvorbereitung ihrer Tochter und auch den Weltcup-Start.
"Die Vorbereitung auf die Olympia-Saison war enorm anders. Es war das erste Mal, dass Du nicht dabei warst zum Beginn der Rennsaison", erinnerte sich die Slalom-Olympiasiegerin von Cortina d'Ampezzo.
Aber Shiffrin war schnell klar: "Du hast Dich mein ganzes Leben um mich gekümmert. Und Du musstest Dich wirklich, wirklich um Dich selbst kümmern."
Shiffrin täuschte Öffentlichkeit mit Notlüge
Die Abwesenheit ihrer Mutter erklärte Shiffrin junior öffentlich mit einer Notlüge: Sie habe ein Haus gekauft und richte dies nun ein.
"Ist das glaubhaft?", sagte die Rekord-Weltcupsiegerin über ihre Zweifel, "die Leute schienen es geglaubt zu haben. Es war fast, wie es zu verstecken, aber man möchte nicht wirklich, dass sie darüber reden."
Für sie sei es eine völlig neue Erfahrung gewesen, ohne ihre Mutter - zugleich ihre Trainerin - zu starten. "Als ich in die Saison gegangen bin, dachte ich mir: Okay, du musst eine höhere Stufe erreichen, weil du ohne sie auskommen musst", blickte Shiffrin zurück.
Es sei keine Entschuldigung, dass ihre Mutter nicht dabei sei. "Ich wollte nicht über meine Befürchtungen für die Olympia-Saison sprechen", bekannte die Top-Athletin. Am Ende der Saison holte Shiffrin nicht nur Olympia-Gold, sondern auch zum sechsten Mal den Gesamtweltcup.

