In der abgelaufenen Biathlon-Saison lief bei den DSV-Stars nur wenig zusammen. In 69 Rennen seit November gab es insgesamt nur neun deutsche Podestplätze - und erstmals keinen Sieg, seitdem Männer und Frauen 1987/1988 gemeinsam im Weltcup antreten. Entsprechend durchwachsen fielen die Prämien aus.
Bei den deutschen Biathleten war Philipp Nawrath im vergangenen Winter einer der wenigen Lichtblicke. Zweimal als Zweiter schaffte der 33-Jährige die besten DSV-Resultate einer ansonsten verkorksten Saison.
Daneben gab es noch sieben dritte Ränge, unter anderem für die Mixedstaffel bei Olympia in Italien - die einzige Medaille beim Saison-Highlight. So schwach war die deutsche Auswahl bei Winterspielen nie zuvor, die Aufarbeitung des Debakels läuft noch.
Durch ihr mieses Abschneiden verdienten die Skijägerinnen und Skijäger des DSV auch vergleichsweise wenig Geld via Prämien. Die "Sport Bild" hat Einnahmen 2025/2026 nun zusammengerechnet - in Nawrath kassierte nur ein Athlet sechsstellig.
Das Prämien-Ranking der deutschen Biathletinnen und Biathleten:
1. Philipp Nawrath - 142.350 Euro
2. Franziska Preuß - 73.900 Euro
3. Justus Strelow - 61.100 Euro
4. Vanessa Voigt - 60.400 Euro
5. Philipp Horn - 57.600 Euro
6. Janina Hettich-Walz - 53.550 Euro
7. Julia Tannheimer - 42.000 Euro
8. Marlene Fichtner - 40.100 Euro
9. Anna Weidel - 31.900 Euro
10. David Zobel - 27.850 Euro
11. Danilo Riethmüller - 24.500 Euro
12. Leonhard Pfund - 22.550 Euro
13. Selina Grotian - 22.250 Euro
14. Roman Rees - 19.550 Euro
15. Lucas Fratzscher - 17.350 Euro
Im Gesamtvergleich der übrigen deutschen Wintersport-Stars war Nawrath übrigens nur drittbester Verdiener. An der Spitze thront Alpin-Ass Emma Aicher mit 387.265 Euro - mehr als doppelt so viel wie der zweitplatzierte Skispringer Philipp Raimund (168.132 Euro).
Aicher hatte den Gewinn des Gesamtweltcups nur knapp verpasst, erst auf den letzten Metern musste sie der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin den Vortritt lassen. Die 22-Jährige landete drei Siege bei zehn Podestplatzierungen.

