Zu Saisonbeginn sah vieles danach aus, als würde die Schwedin Ella Halvarsson ein Wörtchen um die ganz großen Titel im abgelaufenen Biathlon-Winter mitreden. Doch es kam anders. Nun will sie nur noch abschalten.
Ella Halvarsson braucht ein wenig Abstand von der Biathlon-Saison, die nach gutem Start einige große Enttäuschungen parat hatte. "Ich brauche eine Pause", sagt die Schwedin im Interview mit dem "Expressen".
Zum Weltcup-Start in ihrer Heimat war Halvarsson Teil der siegreichen Single-Mixed-Staffel, in Hochfilzen gewann sie mit dem Frauen-Quartett. Bis zur Weihnachtspause lief sie zudem in dreimal in die Top 10. Doch nach dem Weltcup in Annecy hatte es die 26-Jährige erwischt, über Weihnachten lag sie mit Fieber im Bett.
Im neuen Jahr in Ruhpolding lief sie der Konkurrenz anschließend nur noch hinterher. Rückblickend entpuppte sich auch ein Höhentrainingslager als Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Antholz als großer Fehler.
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Biathlon-Profi Halvarsson musste "Schlussstrich ziehen"
"Mein Körper war nicht darauf vorbereitet und dann hat es auch noch einen Rückschlag gegeben. Es war wirklich hart, ich konnte nicht richtig trainieren und war in schlechter Form", fasste Halvarsson die schwierige Zeit zusammen. Auch das vorolympische Trainingslager verlief nicht wie geplant.
"In der zweiten Woche war es so, als würde mein Körper anfangen abzuschalten und ich geriet in großen Stress", so die Skijägerin. Zugleich zeigte Nationalmannschaftskollegin Linn Gestblom eine aufsteigende Form, ihre Teilnahme an Olympia geriet in Gefahr.
Kurz vor dem Olympia-Start legte Halvarsson eine kurze Pause ein, doch vergebens: "Mir wurde klar, dass ich noch weit davon entfernt bin, die Leistung zu bringen, die man bei Olympischen Spielen erwartet. Dann musste ich einfach einen Schlussstrich ziehen."
In Antholz war Ella Halvarsson somit nur Reservistin, kam letztlich auch nicht zum Einsatz. Nun sagt sie etwas hoffnungsfroher: "Nicht alles ist düster. Manchmal hat man einfach eine schlechte Saison. Leider. Man hat Pech. Man ist etwas verunsichert. Manches hätte man sicherlich besser machen können."

