Kacper Tomasiak war eine der Überraschungen der abgelaufenen Skisprung-Saison. Adam Malysz staunt über den 19 Jahre alten Olympia-Star.
"Wir wussten zwar, dass er in guter Form war, aber wir hatten definitiv nicht erwartet, dass er der Beste im Team sein würde. Und drei olympische Medaillen? Das überhaupt nicht", sagte Malysz im Interview mit "weszlo.com" über Tomasiak.
Der gerade einmal 19-Jährige feierte im Skispringen im zurückliegenden Winter seinen großen Durchbruch. Tomasiak überraschte bei Olympia mit zwei Silbermedaillen (Normalschanze und Super-Team) sowie einer Bronzemedaille (Großschanze). Im Gesamtweltcup war der Youngster als 23. ebenfalls bester polnischer Skispringer.
"Insgesamt ist er hochtalentiert: Er hat einen großartigen Absprung und kann fliegen. Er braucht noch Zeit auf den großen Schanzen, kleinere Schanzen bevorzugt er gerade wegen des Absprungs", analysierte Malysz.
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"Kacper ist ein ganz anderer Fall"
"Was seine Mentalität angeht, habe ich noch nie einen Athleten wie ihn getroffen. Er wirkt vor seinen Sprüngen wirklich überhaupt nicht nervös. Und seine Antworten: einfache Fragen, einfache Antworten. Er hat mir mal erzählt, dass er schon ein bisschen nervös sei, aber gleichzeitig störe es ihn überhaupt nicht, dass Weltcupsieger um ihn herum sind. Oder dass so viel von ihm erwartet wird, so viele Sprünge. Er macht es einfach", staunte der Präsident des polnischen Skiverbands.
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Zudem könne Tomasiak neue Dinge schnell umsetzen, verriet Malysz. "Das ist sehr wertvoll, denn oft können Athleten bestimmte Anweisungen einfach nicht sofort befolgen. Gerade jüngere, die gerade erst anfangen, brauchen Zeit, um es zu verstehen. Kacper ist ein ganz anderer Fall", sagte der 48-Jährige.
Nach dem Karriereende von Kamil Stoch dürfte Tomasiak im polnischen Skispringen fortan noch mehr im öffentlichen Fokus stehen.


