Janina Hettich-Walz kann das Ende ihrer aktiven Biathlon-Karriere bereits am Horizont erkennen. Für die DSV-Athletin steht fest: Bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich wird sie nicht mehr an den Start gehen.
Hettich-Walz kehrte abgelaufenen Winter nach ihrer einjährigen Baby-Pause in den Biathlon-Weltcup zurück. Die 29-Jährige schaffte den Sprung in den deutschen Olympiakader. Eine Medaille blieb ihr in Antholz verwehrt.
"Die Enttäuschung war schon sehr groß", blickte die DSV-Skijägerin im "SWR" auf die Winterspiele zurück: "Zu verarbeiten, dass man in der Karriere diesen Traum nicht erreichen wird, war nicht so einfach. Dies war meine einzige Chance. Denn für mich ist klar, in vier Jahren werde ich nicht mehr dabei sein."
Hettich-Walz im Herbst ihrer Biathlon-Karriere
Am Rande des Biathlon-Saisonfinals offenbarte Hettich-Walz bereits konkrete Rücktrittsgedanken. Die viermalige deutsche Meisterin wird kommenden Winter wieder im Weltcup an den Start gehen, doch das Karriereende ist bereits am Horizont erkennbar.
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"Ich möchte irgendwann ein weiteres Baby, und mit zwei Kindern kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen", schließt Hettich-Walz eine Teilnahme an Olympia 2030 in Frankreich aus. "Noch ein, vielleicht auch noch zwei Jahre - und dann kommt das Ende meiner Karriere", kündigte sie stattdessen an.
Hettich-Walz hadert mit Schießleistung
Hettich-Walz beendete die zurückliegende Biathlon-Saison auf dem 17. Platz des Gesamtweltcups. Die Rückkehrerin gab sich dafür die Schulnote "Zwei bis Drei". "Im Laufen eher eine Eins bis Zwei, und im Schießen eine Fünf", resümierte Hettich-Walz.
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Getroffen hatte sie im abgelaufenen Winter 82,4 Prozent ihrer Versuche am Schießstand. In der Saison vor ihrer Pause waren es noch 87,7 Prozent gewesen. Ihr bestes Einzelergebnis war der vierte Platz im Sprint von Otepää (Estland).



