Tadej Pogacar hat auch das zweite Radsport-Monument des Jahres gewonnen. Sogleich geht der Blick des Slowenen zur Nummer drei. Doch sein geschlagener Rivale Mathieu van der Poel bleibt kämpferisch.
Ausnahmekönner Tadej Pogacar hat bei der Flandern-Rundfahrt in Belgien erneut seine Muskeln spielen lassen und seine größten Konkurrenten Mathieu van der Poel von Alpecin-Premier Tech und Remco Evenepoel von Red Bull-Bora-hansgrohe besiegt. Nach 2023 und 2025 gewann er den Frühjahrsklassiker zum dritten Mal in seiner Karriere.
17 Kilometer vor dem Ziel hatte der Slowene am Oude Kwaremont zum entscheidenden Angriff angesetzt. "Ich habe 650 Watt gedrückt und konnte trotzdem nicht am Rad bleiben", sagte van der Poel hinterher: "Ich musste einfach das Gesetz des Stärkeren akzeptieren."
Pogacar rollte wenige Minuten später alleine ins Ziel, zog nun mit dem Niederländer gleich. "Ich hatte ein Problem: Da fährt ein Phänomen. Einer war einfach stärker, da kannst du nichts machen", musste van der Poel anerkennen.
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Pogacar bleibt gelassen: "Motivation ist hoch, der Druck niedrig"
Der Blick geht nun sogleich hinüber nach Frankreich, wo am 12. April der nächste Klassiker ansteht. Auch beim Kopfsteinpflaster-Spektakel Paris-Roubaix will Pogacar als Erster über die Ziellinie fahren. In seiner langen Liste der Erfolge fehlt ihm nur noch die "Hölle des Nordens", bei seinem Debüt im letzten Jahr wurde er hinter van der Poel Zweiter.
"Er war bei den Anstiegen besser als ich. Aber Roubaix hat keine Anstiege", so der Niederländer, der in den vergangenen drei Jahren im Norden Frankreichs gewann, kämpferisch.
Tadej Pogacar macht sich im Kampf um sein Monument-Quintuple derweil keinen Stress. "Die Motivation ist hoch, der Druck niedrig – so niedrig wie der Reifendruck sein wird", sagte der Weltmeister: "Wir sind jetzt bei zwei von fünf, wir sollten nicht zu weit vorgreifen." Der 27-Jährige hatte zuletzt bereits bei Mailand-Sanremo gewonnen.
Pogacar jagt Radsport-Legende Merckx
"Lasst uns den Moment genießen, lasst uns diesen heutigen Sieg genießen und mit neuer Motivation nach Roubaix fahren – dann werden wir sehen, was passiert", gab Pogacar die Richtung vor.
Vier Monumente in Serie gewann der Dominator nun, zwölf insgesamt – nur die Legende Eddy Merckx (19) liegt in der ewigen Bestenliste noch vor ihm. Sollte Pogacar auf den Pflastersteinen in Nordfrankreich gewinnen, wäre er neben Merckx, Roger de Vlaeminck und Rik Van Looy der erst vierte Fahrer der Geschichte, der alle fünf der wichtigsten Rad-Klassiker gewinnen konnte.
Nach Paris-Roubaix stehen noch Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) und die Lombardei-Rundfahrt (10. Oktober) im Kalender der wichtigsten Eintagesrennen.










