Der frühere WBC-Weltmeister Deontay Wilder hat sich am Samstag nach einem höchst unterhaltsamen und teils spektakulären 12-Runden-Kampf gegen Derek Chisora durchgesetzt. Die Karriere des Briten dürfte damit beendet sein, der US-Amerikaner wiederum forderte Anthony Joshua direkt am Ring zu einem Duell auf.
Deontay Wilder hat sich am Samstag auf beeindruckende Art und Weise im Box-Ring zurückgemeldet. Der "Bronze Bomber" setzte sich in einem aufreibenden Kampf nach 12 Runden via Split Decision gegen Derek Chisora durch. Zwei Kampfrichter hatten den US-Amerikaner auf ihren Zetteln vorn (115:111 und 115:113), einer wertete für den Briten (115:112).
Für Wilder war es der 45. Sieg im 50. Kampf seiner Profikarriere, Chisora kassierte derweil seine 14. Niederlage im ebenfalls 50. Kampf seiner Laufbahn. Der 42-jährige Brite hatte im Vorfeld des Showdowns in der Londoner O2 Arena immer wieder angekündigt, seine Karriere nach dem Duell beenden zu wollen.
Wilder wiederum öffnete mit diesem Sieg die Tür für einen weiteren Mega-Fight. Noch vom Weg aus dem Ring in seine Kabine konfrontierte er Anthony Joshua und raunte ihm entgegen: "Lass es uns tun!"
Chisora geht die Puste aus
Zuvor hatten sich die beiden Schwergewichtler einen nicht immer hochklassigen, dafür aber sehr unterhaltsamen und abwechslungsreichen Kampf geliefert. Wilder schickte Chisora zwei Mal auf die Bretter, bekam jedoch auch einen Punkt abgezogen. Auch der "Bronze Bomber" ging in der elften Runde zu Boden, der Niederschlag war für Chisora am Ende aber nicht genug.
Der Lokalmatador hatte die Anfangsphase des Kampfes bestimmt. Immer wieder landeten seine Hände im Ziel, hinterließen dabei aber nur wenig Wirkung. Mit jeder weiteren Runde baute Chisora spürbar ab. Wilder übernahm die Kontrolle und kam regelmäßig durch die Deckung seines Kontrahenten. Das wurde letztlich entscheidend von zwei der drei Kampfrichter belohnt.

