Am Dienstag steht für den FC Bayern das vielleicht wichtigste Spiel der bisherigen Saison auf dem Programm. Im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid sind die Münchner zwar nicht Außenseiter, aber ausnahmsweise auch nicht der Favorit. Max Eberl und Oliver Kahn wissen ganz genau, warum der königlichen Brocken so groß und schwer aus dem Weg zu räumen ist.
Angst hat der FC Bayern vor Real Madrid nicht. Eine gehörige Portion Respekt reist aber mit ins Bernabeu, wo am Dienstag der erste von zwei Viertelfinal-Krachern gegen die Königlichen auf dem Programm steht.
"Ich weiß ja jetzt noch nicht, wie das Hinspiel läuft. Aber ich glaube, dass ich im Rückspiel nicht entspannt im Sitz sitzen werde, sondern nervös", blickte FCB-Sportchef Max Eberl im Interview mit der "tz" angespannt auf den internationalen Klassiker voraus. "Auch wenn bei Real in dieser Saison eine Zeit lang nicht alles top war, rollt eine Bestie auf uns zu, die weiß, wann sie zubeißen muss. Und wir müssen genau dafür bereit sein", warnte er die Bayern-Stars.
Auf den FC Bayern wartet eine "besondere Magie"
Auf der einen Seite bringe der deutsche Branchenprimus ein gutes Gefühl mit, nur: "Real ist nicht umsonst der Rekord-Champions-League-Sieger, der genau in solchen Momenten noch mal eine besondere Magie entwickeln kann", meinte Eberl, der die Chancen in dem Duell auf "50:50" bezifferte und erklärte: "Wir müssen hochachtsam sein, um dieses Duell für uns zu entscheiden."
Wichtig wird für den FC Bayern vor allem sein, schon im Hinspiel eine Duftmarke zu hinterlassen. Wer im Bernabeu überrollt wird, hat im Rückspiel traditionell nur wenig zu melden. Das weiß unter anderem Oliver Kahn, der die Bayern im "SZ"-Interview ausdrücklich vor der Atmosphäre im Madrider Fußballtempel warnte.
Kahn: Darum ist ein Spiel in Madrid so speziell
"90 Minuten im Bernabeu sind so anstrengend wie nirgendwo sonst. Das Publikum in Madrid ist deutlich intensiver als in Barcelona, man hat das Gefühl, alles drückt dich nach unten. Die Atmosphäre kann einen einschüchtern. Und jetzt, mit dem Dach, wird das noch verstärkt", sprach der "Titan" von einer einzigartigen Umgebung, in der auch der FC Bayern erstmal bestehen muss.
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Werden die Münchner das schaffen? Davon ist Kahn noch nicht restlos überzeugt, denn: "Real kommt aus einer Phase, in der es viele Widerstände überwinden musste, es gab Kritik, Unruhe, einen Trainerwechsel. Und auf einmal kommt der Erfolg gegen Manchester City, und dann spüren sie: Jetzt können wir die Saison drehen. Genau das macht Real so gefährlich."




















