Im Biathlon gibt es auch in diesem Jahr eine große Rücktrittswelle. Top-Athletin Paulina Bátovska-Fialková hat ihre Entscheidung unter anderem mit dem hohen Trainingsaufwand begründet.
Die langjährige slowakische Weltcup-Biathletin Paulina Bátovska-Fialková ist mit ihrer Entscheidung, Skier und Gewehr nach der Saison an den Nagel zu hängen, weiterhin völlig zufrieden. Gleichwohl betonte die 33-Jährige im Gespräch mit dem Weltverband IBU, dass sie gerne noch ein wenig Zeit im Weltcup-Zirkus verbracht hätte.
"Wenn es im Biathlon nur um die Wettkämpfe ginge, würde ich sicher weitermachen", so Bátovska-Fialková: "Aber es braucht eben extrem viel Training, und das werde ich nicht vermissen. Ich will zu Hause sein, nicht mehr so viel reisen. Ich brauche den ganzen Stress mit all den Plänen und der ganzen Logistik nicht mehr."
Bátovska-Fialková hatte 2012 ihr Debüt in der ersten Biathlon-Liga gegeben, vor allem zwischen 2017 und 2019 zählte sie zur Weltspitze. Die Saison 2023/24 hatte sie ausgesetzt, da sie ihr erstes Kind bekam.
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"Du musst dir zunächst darüber klar werden, was du sein willst. Ich wollte in erster Linie Mutter sein und erst danach Biathletin", begründete sie nun ihre Entscheidung, die aktive Karriere zu beenden. "Ich widme vielleicht nur noch 80 oder 90 % meiner Energie dem Biathlon. Das reicht aber nicht, so viel ist sicher. Um in der Spitze dabei zu sein, musst du 100 % oder mehr geben."
Konkrete Pläne für die Zukunft, etwa eine mögliche Rückkehr in den Biathlon-Zirkus als Expertin, schiebt Bátovska-Fialková beiseite. Sie wolle nun zunächst eine "Pause einlegen und etwas Abstand zum Biathlon" gewinnen. "Aber ich werde dem Sport in jedem Fall verbunden bleiben, in welcher Form auch immer. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Jetzt wünsche ich mir erstmal ein etwas ruhigeres Leben. Ich will mehr Zeit zu Hause zusammen mit meiner Tochter und meinem Mann verbringen."


