Während der Länderspielphase standen bei Borussia Dortmund gleich zwei Spieler ungewollt im Fokus: Carney Chukwuemeka und Nico Schlotterbeck. Vor dem Bundesliga-Topspiel des BVB gegen den VfB Stuttgart am Samstag (18:30 Uhr) hat Cheftrainer Niko Kovac zu beiden Themen Stellung bezogen.
Niko Kovac hat gelassen auf den Seitenhieb seines Trainer-Kollegen Ralf Rangnick reagiert. Ausgangspunkt waren Aussagen des österreichischen Nationaltrainers über die mangelnden Deutschkenntnisse von Neu-ÖFB-Auswahlspieler Carney Chukwuemeka.
"Wir kommunizieren sehr gut, jeder ist verständlich. Wenn wir aneinander vorbeireden würden, würden wir in der Bundesliga nicht da stehen, wo wir stehen. Das machen wir in Englisch und das ist, denke ich mir, auch ganz in Ordnung", sagte Kovac am Donnerstagmittag auf der Spieltagspressekonferenz des BVB vor dem Punktspiel gegen den VfB Stuttgart.
Der in Wien geborene und in England aufgewachsene Chukwuemeka hatte in der Länderspielphase sein Debüt für die österreichische Nationalmannschaft gegeben. Hinterher hatte sich Rangnick "überrascht" gezeigt, "dass man in Dortmund bisher noch gar nicht versucht hat, mit ihm Deutschunterricht zu machen". Und: "Das kenne ich aus meiner Zeit in Leipzig oder Hoffenheim anders", erklärte der 67-Jährige mit Blick auf seine früheren Stationen.
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Kovac hielt nun dagegen: "Wir sind ein internationaler Klub, wir sind in einer globalen Welt, da geht es darum, dass man auch verschiedene Sprachen spricht als Trainer, und wir sprechen hier wirklich sehr viel Englisch." Es sei im laufenden Spielbetrieb nicht immer einfach für die Spieler, sich Deutschkenntnisse anzueignen. Auch der 22 Jahre alte Chukwuemeka selbst hatte sich inzwischen in der Debatte zu Wort gemeldet und den BVB aus der Verantwortung genommen. "Ich bin schon ein Jahr in Dortmund", sagte der Mittelfeldspieler selbstkritisch.

Schlotterbeck "hat nichts falsch gemacht"
Auf der Pressekonferenz bezog Cheftrainer Niko Kovac unterdessen auch Stellung zur weiter ungeklärten Zukunft seines Führungsspielers Nico Schlotterbeck. "Bild" hatte während der Länderspielphase berichtet, dass die Unterschrift nun unmittelbar bevorstehe. Dies dementierte Schlotterbeck dann jedoch nach dem 2:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana in Stuttgart. Zugleich verwies der DFB-Spieler darauf, dass in Sebastian Kehl nun sein bisheriger Ansprechpartner nicht mehr beim BVB angestellt ist.
"Nicht Schlotti hat die Schlagzeilen produziert, sondern diejenigen, die etwas in die Welt gesetzt haben, das so nicht gestimmt hat", sagte der Dortmunder Trainer nun: "Der Schlotti hat das absolute Recht, das klarzustellen." Schlotterbeck hat nichts falsch gemacht", sondern habe lediglich eine "Lüge" ins Reich der Fabeln verwiesen. Kovac bleibe in der Sache "weiterhin sehr positiv", man werde "alles dafür tun, dass er bei uns bleibt".
Auch Sport-Geschäftsführer Ricken hatte auf "SID"-Anfrage am Dienstag mitgeteilt, dass er Schlotterbecks Aussagen für "nachvollziehbar" halte.




























