Die neue Formel 1 passt Max Verstappen nicht. Der viermalige Weltmeister wollte nach dem Großen Preis von Japan sogar einen Rücktritt zum Saisonende nicht mehr ausschließen. F1-Experte Ralf Schumacher glaubt daran aber nicht und sieht den Niederländer am Zug.
"Es ist ja etwas ganz Besonderes in der Formel 1 zu sein. Natürlich hat er jetzt die Möglichkeit, die Freiheit zu sagen: 'Das stinkt mir'. Aber finde doch mal eine Alternative", argumentierte Schumacher im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse".
Der ehemalige Formel-1-Pilot konkretisierte: "Ein GT-Auto, wie schön das auch ist, aber mit 1,4 Tonnen, egal wie viel Batterie so ein Formel-1-Auto hat, ist das nochmal was ganz anderes. Auch über die Welt zu fahren, sich mit den besten Fahrern der Welt zu messen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Max das so schnell aufgeben wird."
Schumacher sieht Verstappen vielmehr am Zug. "Max ist frustriert über das neue Regelwerk, die neue Formel 1. Wenn er jetzt gewinnen würde, würde er es immer noch nicht sonderlich mögen, aber es würde ihm leichter fallen und man würde weniger Kritik von ihm hören. Jetzt muss er einfach sein eigenes Ego zurückstellen - er wird ja dafür auch gut bezahlt - und mal den Teamplayer machen, das ist jetzt wichtig", meinte der TV-Experte.
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Schumacher: Verstappen zu sehr im Fokus
"Max würde jetzt ein väterlicher Freund wie Dr. Helmut Marko guttun, der ihn dann in die Arme nimmt und sagt: 'Jetzt müssen wir da gemeinsam durch.' Marko fehlt dringend bei Red Bull. Denn im Moment ist Max Verstappen das einzige Sprachrohr, sonst hört man ja gar keinen mehr. Und das ist auch so, obwohl es gar nicht Max' Aufgabe ist", befand Schumacher.
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Verstappen werde bei Red Bull aktuell "allein gelassen. Er müsste ein bisschen aus dem Fokus raus", sagte der Formel-1-Fachmann.





