Wochenlang hat Nico Schlotterbeck mit Sportdirektor Sebastian Kehl über eine Vertragsverlängerung beim BVB gesprochen, nun sitzt mit Ole Book plötzlich ein ganz anderer Verhandlungspartner am Tisch. Heißt: Ein Ende des Pokers ist erst einmal nicht in Sicht. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kann das Zögern des DFB-Profis nachvollziehen.
"Ich verstehe Schlotterbeck, weil sich in Dortmund im sportlichen Bereich außerhalb des Platzes etwas getan hat", so Matthäus zu "Sky Sport": "Schlotterbeck will sehen, wie die Entscheidungsträger, Ole Book und Lars Ricken, zu ihm stehen. Daher kann ich seine Aussagen nachvollziehen."
Der Innenverteidiger hatte am Montag nach dem 2:1-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Testspiel gegen Ghana einen "Sky"-Bericht dementiert, wonach seine Verlängerung kurz bevorstehen soll.
"So weit sind wir leider nicht. Ich habe lange mit Sebastian (Kehl, d.Red.) verhandelt, der ist jetzt nicht mehr da", so der Führungsspieler der Borussia: "Dass die Unterschrift kurz bevorsteht, so weit sind wir leider noch nicht. Deshalb muss ich das auch mal ansprechen."
Schlotterbeck hatte vielsagend hinzugefügt: "Ich hätte wahrscheinlich in den nächsten Wochen eine Entscheidung getroffen. Jetzt hat sich die Situation schon ein bisschen verändert, da muss ich einfach schauen." Borussia Dortmund hatte sich zuvor von Sportdirektor Sebastian Kehl getrennt und mit Ole Book den Nachfolger sogleich präsentiert.
Von Book sei er auch bereits kontaktiert worden, erklärte der 26-Jährige. "Das ist jetzt blöd für alle BVB-Fans, aber es ist keine einfache Situation für mich, weil Sebastian im letzten Moment gegangen ist", warb Schlotterbeck dennoch für Verständnis für sein Zögern.
Matthäus fordert dennoch eine BVB-Deadline: "Ist an der Zeit"
Der Defensivspezialist war im Sommer 2022 innerhalb der Bundesliga vom SC Freiburg zum BVB gewechselt. In Dortmund ist Schlotterbeck längst unverzichtbarer Stammspieler, sein aktuelles Arbeitspapier ist noch bis 2027 gültig.
Geht es nach TV-Experte Lothar Matthäus, sollte die Causa Schlotterbeck aber zeitnah beendet werden. "Ich gehe davon aus, dass man sich innerhalb der nächsten zwei Wochen das eine oder andere Mal zusammensetzt und über die Zukunft spricht", so der 65-Jährige.
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Matthäus forderte zugleich: "Es ist an der Zeit, eine Deadline zu setzen. Schlotterbeck ist wichtig, man will aber keinen Druck aufbauen, das hat Kehl psychologisch gut gemacht, aber jetzt ist es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen."































