Bayern Münchens Shootingstar Lennart Karl hat gegen die Schweiz (4:3) und gegen Ghana (2:1) seine ersten Länderspiele für die deutsche A-Nationalmannschaft absolviert - und dabei mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Auffallend gut klappte auch das Zusammenspiel mit Florian Wirtz, befand dessen Vater Hans hinterher am Mikrofon von RTL/ntv und sport.de.
Lennart Karl hat eine mehr als ordentliche Visitenkarte bei Bundestrainer Julian Nagelsmann abgegeben. Sowohl gegen die Schweiz als auch gegen Ghana wurde der gerade einmal 18 Jahre alte Tempo-Dribbler des FC Bayern eingewechselt, war gegen die Eidgenossen sogar am Siegtreffer von Florian Wirtz beteiligt. Gegen die Afrikaner hätte er in der Schlussphase beinahe sein erstes Länderspieltor erzielt, verdiente sich die sport.de-Note 2,0.
"Er hat einen super Eindruck gemacht. Frech, aber auch demütig", lobte Nagelsmann den Debütanten hinterher: "Er hat investiert und ist in beiden Spielen marschiert." Von allen jungen Spielern, die der Bundestrainer "über die Zeit nominiert" hat, habe der Bayern-Youngster "mit den besten Eindruck gemacht".
Was auch auffiel: Im Angriff funktionierte sogleich das Zusammenspiel mit den gestandenen Nationalspielern, etwa mit Florian Wirtz. "Man hat gesehen, als Lennart Karl ins Spiel kam und Florian mit ihm sehr schön zusammengespielt hat", beobachtete auch dessen Vater Hans im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de: "Das war ein Willkommensgruß an den Lennart."
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Florian Wirtz hat bei Liverpool an Muskelmasse zugelegt
Hans Wirtz führte aus: "Das hat mich sehr gefreut. Ich glaube, so muss man das machen. Man muss alle integrieren und dann zeigt die Mannschaft auch eine gute Leistung." Florian Wirtz war im Spiel gegen die Schweizer mit zwei Toren und zwei Vorlagen der alles entscheidende Akteur auf dem Rasen, Karl war in der 63. Minute zu seinem Länderspieldebüt gekommen. Gegen Ghana wurde Karl zur zweiten Halbzeit eingewechselt, Wirtz ging 15 Minuten später vom Platz.

Bei seinem Arbeitgeber FC Liverpool habe sich sein Sohn inzwischen "sehr gut eingelebt", betonte Wirtz senior mit Blick auf den Fußball auf der Insel: "Er ist so weit, dass er das Abenteuer zu bestehen scheint." Um in der physisch starken Premier League Fuß zu fassen, hatte es mehrere Monate gedauert. "Wenn man eine neue Arbeitsstelle beginnt, muss man sich zuerst an die neuen Kollegen und die neuen Arbeitsbedingungen gewöhnen", hob er hervor.
Nach langer Tor-Flaute kommt Florian Wirtz in der Premier League inzwischen auf vier Tore und zwei Vorlagen, in der Königsklasse steht er bei einem Treffer und drei Assists. Geholfen bei der Anpassung hat unter anderem zusätzliches Krafttraining, so Hans Wirtz: "Das hat er die ersten Monate gemacht und man sieht es auch ein bisschen, dass er etwas an Muskelmasse zugelegt hat."






























