Max Verstappens Unmut über das zur neue Saison in der Formel 1 eingeführte Reglement ist offenbar so groß, dass selbst ein Abschied aus der Motorsport-Königsklasse zum Ende des Jahres im Bereich des möglichen liegt. Das deutete der Red-Bull-Pilot am Sonntag am Rande des Japan-GP selbst an. Sorgen darum macht sich Teamchef Laurent Mekies aber nicht.
"Wir führen keinerlei Gespräche über so etwas", kommentierte der Horner-Nachfolge die Spekulationen um einen Verstappen-Rücktritt aus der Formel 1 am Sonntag in einer Medienrunde: "Wenn wir ihm ein Auto geben, mit dem er etwas bewegen und den Unterschied machen kann, wird er auch ein glücklicherer Max sein. Den Wagen schneller zu machen, das ist zu 100 Prozent unser aktuelles Gesprächsthema."
Er habe einfach "keinen Spaß mehr an der ganzen Sache", sagte Max Verstappen nach dem Großen Preis von Japan bei "BBC Radio 5 Live". Auf Nachfrage, ob der vierfache Weltmeister der Formel 1 zum Jahresende möglicherweise den Rücken kehren könnte, antwortete der 28-Jährige offen: "Genau das meine ich. Ich denke über alles hier im Fahrerlager nach."
Formel 1: Red Bull "abgeschlagener Vierter"
Abseits der Rennstrecke sei er "sehr glücklich", betonte er und führte sein glückliches Privatleben als einen der Hauptgründe dafür an, dass er sich mit einem Abschied aus der Motorsport-Königsklasse befasse: "Lohnt es sich? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein, meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?"
Dass die Situation des vierfachen F1-Champions aktuell nicht ganz einfach ist, gestand aber auch Mekies ein: "Was den Abstand zur Konkurrenz angeht, sah es in Japan nicht viel anders aus als in Melbourne: eine Sekunde zum Besten, eine halbe Sekunde zum besten Ferrari. Aber jetzt ist McLaren auf demselben Niveau. Wir sind also abgeschlagener Vierter. Das ist die Realität.
Mehr dazu:
Man sei aber optimistisch, "Max etwas zu geben, womit er richtig angreifen kann", kündigte er an: "Ich behaupte nicht, dass dies nur an der Abstimmung liegt. Ich sage lediglich, dass es gewisse Aspekte gibt, mit welchen wir bei diesem Auto ringen und das zu unserem grundsätzlichen Leistungsdefizit beiträgt. Doch solch komplexe Probleme zu lösen, gehört zu unserem Kerngeschäft."




