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Nach Auf und Ab

Deutscher Skisprung-Star mit Saisonverlauf "versöhnt"

Karl Geiger beendete den Winter versöhnlich
Karl Geiger beendete den Winter versöhnlich
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Mario Buehner-Weinrauch
30. März 2026, 14:40

Der Skisprung-Winter 2025/26 ist Geschichte. DSV-Star Karl Geiger blickt in seiner sport.de-Kolumne auf den letzten Weltcup der Saison zurück und zeigt sich versöhnt.

Das Saisonfinale der Skispringer findet traditionell im slowenischen Planica statt, im berühmten Tal der Schanzen am Fuße des Triglav-Massivs, einer Art Nationalheiligtum der Slowenen, denn es heißt wohl nicht umsonst, dass jeder Slowene einmal im Leben auf dem Triglav gestanden haben muss, wenn er seine Heimat im Herzen trägt.

Unsere Mission am Wochenende war eine andere. Nach einem Einzelspringen und einem Team-Wettbewerb stand das eigentliche Saisonfinale auf dem Programm, bei dem sich die Top 30 der Gesamtweltcupwertung beim Skifliegen nochmals messen durften. Die im positiven Sinne skisprungverrückten Slowenen haben wieder einmal eine äußerst stimmungsvolle Atmosphäre geboten, in deren Rahmen Skispringen besonders Spaß macht. Aber dieses Volk hatte diesmal auch richtig zu feiern, kommen doch die beiden Besten der Branche bei Herren und Damen aus Slowenien.

Spaß haben mir persönlich aber auch meine letzten Flüge der Saison gemacht. Plätze 12 und 8 in den Einzelspringen haben mich mit dem holprigen Saisonverlauf versöhnt und mir jetzt schon einen Motivations-Drive für die nächste Saison gegeben. Ja, die Saison, die nun hinter uns liegt, hatte es in sich; nach einem durchwachsenen Sommer und sehr schlechten Start in den Winter, musste ich mein Material und meine Technik genau auf den Prüfstand stellen. Diese zum Teil groben Korrekturen mussten in der Wettkampfperiode angesetzt werden, was in der Regel immer sehr kompliziert ist – ein häufiges Up and Down war die Folge; erst hintenraus konnte ich mein Flugsystem stabilisieren und gute Ergebnisse einfahren.

Ich habe mich mit dem neuen Material arrangiert und meinen Sprung weiterentwickeln können. So kann ich nun auch schon zuversichtlich auf die neue Saison schauen, mit dem Wissen, einen wichtigen Prozess begonnen zu haben. Es gibt nächstes Jahr eine WM im schwedischen Falun, sowie viele andere Highlights, die meine Motivation anfachen.

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Bevor die Skier nun für ein paar Tage schlicht weggestellt werden, konnten wir dann einen Saisonabschluss der besonderen Art feiern; am Chiemsee wurde noch einmal Stop gemacht, um unseren langjährigen Chefcoach, Stefan Horngacher, zu feiern, der sich von seiner Position verabschiedet. Wir verbrachten mit alten Weggefährten unseres Trainers - ob Co-Trainer, Physiotherapeuten oder Athleten - einen zünftigen Abend und bedankten uns auf diese Art bei unserem Coach, mit dem wir einiges an schönen Ergebnissen erleben durften.

Der Weg geht nun zurück nach Oberstdorf.

Die alte Saison ist Geschichte, der Blick geht auf die neuen Aufgaben.

Herzliche Grüße

Karl Geiger

Planica 2025/2026

1SlowenienDomen Prevc471.40
2JapanRen Nikaido451.30
3ÖsterreichDaniel Tschofenig443.50
4NorwegenJohann Andre Forfang440.30
5NorwegenMarius Lindvik432.10

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