Janne Happonen, Timi Zajc, Cene, Peter und Domen Prevc, Anze Lanisek oder Stephan Embacher: Die Namen der Skispringer, die in jungen Jahren beim Europäischen Olympischen Jugend-Winterfestival Medaillensammeln konnten, sind durchaus prominent. Umso überraschender, dass ein Talent, das 2023 beim Sieg von ÖSV-Supertalent Embacher Bronze gewann, nun überraschend seinen Abschied vom Skispringen verkündete.
"Heute beende ich meine Skisprunggeschichte - mit enormer Dankbarkeit für alles, was mir widerfahren ist", verkündete der gerade einmal 19-jährige Pole Wiktor Szozda auf seinem Instagram-Account, dass er die Skier an den Nagel hängt.
2025/26 war Szozda mehrheitlich im drittklassigen FIS-Cup aktiv, wo er allerdings nicht über Platz 13 hinauskam. Sein bestes Abschneiden in der Gesamtwertung war Rang 27 in der Saison 2023. Damals war Szozda gerade einmal 16 Jahre alt und galt in Polen als großer Hoffnungsträger. 2026 reichte es nur noch für Platz 83, der sogar eine Verschlechterung zum Winter 2024/25 darstellte.
Zum Beginn des Winters sprang Szozda noch in einer Serie mit Tomasiak
Zum Vergleich: Szozdas Landsmann Kacper Tomasiak, der einen kometenhaften Aufstieg hinlegte und unter anderem drei Medaillen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo erringen konnte, startete zu Beginn des Winters 2025/26 zweimal im FIS-Cup, wurde einmal Zweiter und gewann ein Springen.
Von diesen Erfolgen war Szozda meilenweit entfernt, das Beispiel Tomasiak zeigt aber auch, wie schnell es gehen kann.
Dass er Talent hat, bewies Szozda immerhin mit seinen Erfolgen beim Europäischen Olympischen Jugend-Winterfestival 2023, als er neben Bronze im Einzelspringen auch noch Silber im Team und Mixed-Team gewinnen konnte. Mit 19 Jahren war zudem noch sehr viel Raum für Verbesserungen gegeben.
