1971/72 stellte der FC Bayern, rund um die Legenden Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Franz Roth, Uli Hoeneß oder Gerd Müller mit 101 Toren einen Bundesliga-Rekord auf, der vermeintlich für die Ewigkeit Bestand haben sollte. In Bälde dürfte diese "Ewigkeit" enden, der deutsche Rekordmeister seine eigene Bestmarke (deutlich) überbieten. Nun haben sich mit Hoeneß und Roth zwei der einstigen Protagonisten zur Situation geäußert.
"Ein Rekord ist da, um gebrochen zu werden. Wir hatten den jetzt so lange, ist doch wunderbar. Die Jungs haben es verdient", freut sich Franz Roth im Interview mit dem "kicker" darüber, dass die neue Generation des FC Bayern die alte Bestmarke bald toppen dürfte.
Uli Hoeneß ergänzt, dass der neue Rekord nicht bei 102 oder 103 Treffern stehen werde, sondern viel höher ausfallen werde. Bei sieben noch ausstehenden Spielen geht der Ehrenpräsident der Münchner eher von 115 Buden aus.
Zuletzt wurden jedoch Stimmen laut, die unkten, der Rekord sei einst schwieriger zu erringen gewesen, da die Liga ausgeglichener war: Eine These, die unter anderem Ex-Bayern-Keeper Sepp Maier im Gespräch mit der "tz" vertrat. Hoeneß wiederum will davon nichts wissen.
"Wie wir kritisiert wurden für unsere Transferpolitik!"
Bei dieser Annahme mache man "einen Denkfehler", so der 74-Jährige. "Diese Saison ist nicht der Normalfall. Nehmen Sie mal die letzten drei Jahre, da war nicht alles souverän. Jetzt spielen wir den fast perfekten Fußball, da passt alles zusammen. Ich fürchte fast, dass das gar nicht so bleiben kann die nächsten Jahre", führt Hoeneß aus und lässt eine Portion Genugtuung folgen: "Wie wir kritisiert wurden für unsere Transferpolitik! Aber wir sind stur geblieben, sind ein bisschen ins Risiko gegangen mit dem kleinen Kader. Das war, glaube ich, das Geheimnis. Wenn es dem Vincent gelingt, weiter diese jungen und hungrigen Leute einzubauen, wird es eine große Zukunft für Bayern München."
Die Münchner hatten sich immer wieder anhören müssen, man hätte auf dem Markt mehr Geld für neue Stars in die Hand nehmen müssen, da die Personaldecke sehr dünn sei. Trotz einiger Verletzungssorgen dominiert man derzeit dennoch die deutsche Liga und steht international bestens da.
Zudem integrierte Trainer Vincent Kompany mit Lennart Karl einen Youngster aus den eigenen Reihen ins Team und verhalf weiteren Hoffnungsträgern zu ersten Erfahrungen bei den Profis.






























