Der schlussendlich souveräne Erfolg von Mercedes-Youngster Kimi Antonelli beim Grand Prix in Japan wurde von einem schweren Unfall überschattet. In der 22. Rennrunde verlor Formel-1-Pilot Oliver Bearman die Kontrolle über seinen Haas, der Brite krachte nahezu ungebremst seitlich in die Streckenbegrenzung. Schwere Verletzungen zog er sich aber wohl nicht zu.
Wie Röntgenbilder bei Bearman zeigten, die unmittelbar nach dem Vorfall noch im Streckenhospital angefertigt wurden, kam der 20-Jährige glimpflich davon. Demnach zog sich der Youngster bei seinem üblen Crash "nur" eine schwere Knieprellung zu. Von Brüchen oder anderen schweren Blessuren blieb der Haas-Fahrer verschont.
"Zum Glück ist alles gut gegangen", ließ Bearman anschließend über die teameigenen Kanälen verlauten. Nachdem Bearman seinen Boliden noch selbstständig verlassen, hinkte der F1-Pilot mit schmerzverzerrtem Gesicht in Richtung der ihm zur Hilfe eilenden Streckenposten. An der Begrenzung ging der 13. der Vorsaison dann zu Boden, um sein Knie zu schonen.
FIA kündigt Gespräche über neue Regeln an
"Das war schon beängstigend", kommentierte Haas-Teamchef Ayao Komatsu den schweren Unfall, den Bearman unter einem enormem Geschwindigkeitsüberschuss herbeigeführt hatte. "Es ist wirklich merkwürdig. Es ist eine Kurve, die wir voll fahren, und er war mehr als 50 Stundenkilometer schneller als ich", erklärte Franco Colapinto, der sich in unmittelbarere Nähe befand und sich umgehend nach dem Wohlbefinden seines Kontrahenten erkundigte.
Bearman verlor die Kontrolle über sein Auto, nachdem er ein Zucken des Argentiniers wahrgenommen hatte. Er geriet neben die Strecke und drehte sich prompt. Der Vorfall löste im Fahrerlager erneut eine Diskussion über notwendige Regelanpassungen aus, um die Risiken der neuen Richtlinien - insbesondere mit Blick auf die Extra-Energie - zu begrenzen.
"Jegliche Anpassungen, insbesondere im Bereich des Energiemanagements, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen", ließ die FIA nach dem Rennende verlauten. Für April seien schon seit der Einführung der Regeln eine Reihe von Treffen aller F1-Beteiligten geplant, um mögliche Änderungen zu diskutieren.



