Wer wird neuer Bundestrainer im Skispringen? Laut DSV-Sportdirektor Horst Hüttel befindet sich die Suche nach einem Nachfolger für Stefan Horngacher vor dem Ende.
"Wir stehen direkt vor der Zielgeraden, aber wir sind noch nicht drüber. Es gibt noch Dinge, die besprochen werden müssen", sagte Hüttel am Samstag im "ZDF".
"Es ist kein Zeitdruck da, uns gehen die Seriosität und das Inhaltliche vor", machte der DSV-Funktionär deutlich und verriet zudem: "Es wird nicht mehr lange dauern."
Horngacher-Kollege lässt aufhorchen
Thomas Thurnbichler, Trainer des deutschen B-Kaders im Skispringen, hatte zuletzt im Interview mit "TVP Sport" erklärt: "Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass Stefans Nachfolger bereits feststeht. Er wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben."
Angesprochen auf eine mögliche Beförderung zum Horngacher-Nachfolger, erklärte der Österreicher: "Ich bin mit meiner jetzigen Position zufrieden. Ich bin Vater eines kleinen Kindes und freue mich, etwas mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können."
Gehandelt wird momentan der polnische Coach Grzegorz Sobczyk, der für den Bulgaren Wladimir Sografski verantwortlich ist - Sografski trainiert als bulgarisches "Ein-Mann-Team" mit den deutschen Springern.
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Horngacher feiert Abschied
Horngacher steht beim Saisonfinale in Planica an diesem Wochenende letztmals in der Hauptverantwortung. Der 56-Jährige hatte das Amt beim DSV 2019 von Werner Schuster übernommen.
Der langersehnte Triumph eines deutschen Skispringers bei der Vierschanzentournee wollte unter der Regie des Österreichers nicht gelingen. Dafür sorgte Philipp Raimund mit seinem Olympiasieg auf der Normalschanze in diesem Winter für den großen Glanzmoment aus DSV-Sicht. Mit Raimund (7.) und Felix Hoffmann (9.) liegen im Gesamtweltcup vor dem abschließenden Wettkampf am Sonntag zwei DSV-Adler in den Top 10.

