Moses Itauma gilt als heißeste Aktie im Schwergewicht, viele Experten sehen in dem jungen Briten schon den Thronfolger von Weltmeister Oleksandr Usyk. Am Wochenende will Itauma mit einem Sieg über einen erfahrenen Amerikaner den nächsten Schritt Richtung Titel machen - er nimmt bereits Deutschlands Box-Star Agit Kabayel ins Visier.
Moses Itauma ist erst 21 Jahre alt, gilt bei vielen Boxexperten aber schon als kommender Weltmeister und legitimer Nachfolger von Schwergewichts-König Oleksandr Usyk.
Der Rechtsausleger besticht im Ring mit Auge, guter Beinarbeit und schnellen, harten Fäusten. 11 seiner 13 Siege hat der ungeschlagene Engländer durch K.o. gewonnen.
Am Samstag soll Nummer 12 folgen. In Manchester trifft Itauma auf den erfahrenen Amerikaner Jermaine Franklin. Der 32-Jährige ging vor drei Jahren mit Superstar Anthony Joshua über die volle Distanz von zwölf Runden. Itauma will den Quervergleich mit seinem prominenten Landsmann für sich entscheiden und den harten Franklin in die Horizontale befördern.
Vor allem aber möchte der Youngster das nächste Statement setzen. Itauma ist bei allen Verbänden weit oben platziert, in den Ranglisten von WBA und WBO belegt er gar Rang 1, könnte damit in nicht allzu ferner Zukunft WBO-Champion Fabio Wardley oder den hinter Usyk als "regulären" WBA-Weltmeister stehenden Murat Gassiev (Russland) herausfordern.
Moses Itauma fordert Agit Kabayel heraus
Itauma hat allerdings auch einen anderen Gegner im Kopf: Deutschlands Box-Hoffnung Agit Kabayel.
"Ich und Kabayel im Sommer", machte er im Interview mit "The Ring" eine Ansage an die Adresse des Bochumers. Auch ein Auswärtsspiel in Kabayels Heimat sei ihm egal. "Das macht mir nichts aus. Ich liebe Deutschland, es macht mir also nichts aus nach Deutschland zu gehen und gegen ihn zu kämpfen."
Dass es zum Sommerkampf Kabayel vs. Itauma kommt, ist fraglich. Der "Leberking" wartet als WBC-Interims-Weltmeister auf den von dem Verband angeordneten Titelkampf gegen Usyk. Der Ukrainer kämpft zunächst am 23. Mai an den Pyramiden von Gizeh gegen Kickbox-Legende Rico Verhoeven und machte Kabayel zuletzt leise Hoffnung.
Nach dem sportlich zweifelhaften Duell mit Verhoeven muss Usyk gemäß WBC den Titel gegen Pflichtherausforderer Kabayel verteidigen. Tut er das nicht, könnten die Funktionäre Kabayel am Grünen Tisch zum vollwertigen Weltmeister hochstufen. Deutschland hätte erstmals seit Max Schmeling (1930) wieder einen Schwergewichts-Champion.
Kabayel hatte unlängst angekündigt, er wolle zunächst die Kämpfe seiner Konkurrenten abwarten und im September wieder in den Ring steigen. Am 4. April gibt Ex-Weltmeister Tyson Fury sein Comeback, im Mai kämpfen neben Usyk und Verhoeven die Briten Fabio Wardley und Daniel Dubois um den WBO-Titel.

