Die große Darts-Party am Donnerstagabend in Berlin war ein voller Erfolg. Über 12.000 Fans genossen das Spektakel in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Der Waliser Gerwyn Price fand allerdings ein gewaltiges Haar in der Suppe.
Darts-Turniere auf deutschem Boden waren in den letzten Jahren nicht immer ein Vergnügen für die Profis. In vielen Fällen präsentierten sich die heimischen Fans nicht als beste Gastgeber und pfiffen die Stars lautstark aus. Bei der Premier League am Donnerstag in Berlin war das allerdings nicht der Fall. Halbfinalist Gerwyn Price hatte trotzdem Grund zu motzen.
Der Waliser beklagte sich in einer Instagram-Story lautstark über die Bedingungen in der Halle. "Unter so schockierenden Bedingungen spielen zu müssen, ist verdammt hart. Aber nichts wird jemals getan ...", schrieb der 41-Jährige, der nicht näher darauf einging, was ihn genau störte.
Stattdessen ergänzte er nur: "Vielleicht ist es einfacher, jede Woche direkt draußen am Strand zu spielen, damit wir wissen, was wir erwarten können." Ob er damit auf vielleicht zu hohe Temperaturen oder einen Luftzug in der Halle anspielte, blieb unklar.
Nur Luke Littler ist für Price eine Nummer zu groß
Rein sportlich konnte sich Price nur wenig vorwerfen. Nach einem souveränen 6:1 gegen den geschwächten Vizeweltmeister Gian van Veen musste er sich dem an diesem Abend unschlagbaren Luke Littler mit 4:6 geschlagen geben. "Luke spielt im Moment gut", gab der "Iceman" dann auch zu.
Die Stimmung in Berlin lobte Price abschließend noch ausdrücklich. "Danke für Euren starken Support. Einmal mehr: Ihr seid alle großartig", lobte er das deutsche Publikum, das sich in den letzten Jahren in der Szene einen ziemlich schlechten Ruf erarbeitet hatte, sich am Donnerstag aber endlich von seiner besseren Seite präsentierte.


