Anlässlich des 40. Geburtstags von Manuel Neuer hat sein ehemaliger Konkurrent Gianluigi Buffon in den höchsten Tönen von der deutschen Torwart-Ikone gesprochen. Der langjährige italienische Star-Keeper beschrieb Neuer als wegweisende Figur für eine ganze Generation.
Im Interview mit dem Vereinsmagazin des FC Bayern blickte Buffon zunächst auf seine eigene Karriere zurück. Auch er habe in den 1990er-Jahren mit einem unkonventionellen und offensiven Torwartspiel aufgewartet, damals aber noch viel Gegenwind für seine Spielweise bekommen.
"Es gab auch da schon Torhüter, die außerhalb des Strafraums gespielt haben, wie René Higuita. Ich habe als junger Spieler in Parma auch sehr unkonventionell gespielt. Nur hat der Fußballbetrieb das damals noch missverstanden. Ich wurde damals als Verrückter abgestempelt. Torhüter hatten sich nicht außerhalb des Strafraums aufzuhalten", erklärte der Weltmeister von 2006 über seine Anfänge.
Erst Jahre später sollte sich dieses Bild grundlegend wandeln, was nach Ansicht Buffons vor allem an Manuel Neuer lag. Pep Guardiola hätte zwar beim FC Barcelona in den späten 2000er-Jahren schon mit Víctor Valdés als sehr aktivem Torwart gespielt. Die ganz große weltweite Aufmerksamkeit für dieses Torwartspiel habe es aber erst bei den Weltmeisterschaften 2010 und 2014 durch Manuel Neuer gegeben.
Buffon-Rat an Neuer: Zeit lassen bei Bayern-Entscheidung
Für Buffon war das legendäre deutsche WM-Achtelfinale gegen Algerien ein Wendepunkt: "Er hat damals den Eindruck vermittelt, ein Torwart zu sein, der das Spiel versteht. Er wusste, was passieren würde, er hat mit der Mannschaft interagiert. Mit seinem Timing, mit seiner Kraft, mit einer wundervollen Persönlichkeit hat er bewiesen, dass dies die Zukunft ist."
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Trotz aller spielerischen Qualitäten bei dem Bayern-Kapitän betonte Buffon jedoch, worauf es im Kern weiterhin ankommt: "Auch Neuers beste Eigenschaft ist immer noch, Paraden zu zeigen und Bälle zu halten."
Mit Blick auf Neuers 40. Geburtstag sieht Buffon keinen Grund zur Eile und meinte mit einem Lachen im Gesicht: "Er kann also noch fünf Jahre lang weitermachen."
Gleichzeitig rät er zur Besonnenheit, was die Entscheidungsfindung darüber angeht, ob es noch einmal eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern geben wird: "Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute und gratuliere ihm zu seiner Karriere auf allerhöchstem Niveau. Und ich möchte ihm sagen, dass er sich mit der Entscheidung nicht beeilen, sondern in Ruhe in sich hineinhören soll."
































