Der Wechsel von Schießtrainer Siegfried Mazet von der norwegischen zur französischen Mannschaft löste im Biathlon-Zirkus einige Schlagzeilen aus. Neue könnten bald folgen, denn wie der Coach jetzt selbst ausplauderte, könnte es innerhalb des Teams noch zu einer Überraschung kommen.
Über viele Jahre erarbeitete sich Siegfried Mazet bei den norwegischen Biathleten einen exzellenten Ruf. Der Franzose prägte die Bø-Ära mit, fuhr mit den Skandinaviern Siege am Fließband ein und gilt als einer der Besten seines Fachs.
Ab der kommenden Biathlonsaison haben die französischen Biathlon-Stars die Ehre, mit dem 48-Jährigen zusammenzuarbeiten. Nur: In welcher Rollenverteilung das passieren wird, steht noch gar nicht fest, wie Mazet nun selbst im "Nordic Magazine"-Interview ausplauderte.
Welchen Posten übernimmt Mazet in Frankreich?
Der renommierte Coach deutete an, dass er womöglich gar nicht bzw. nicht nur als Schießtrainer für das Team tätig sein wird. Sportchef Stéphane Bouthiaux stelle derzeit das Team für den kommenden Winter zusammen, sagte Mazet. "Er hat diverse Optionen im Kopf und ich könnte Teil in jeder sein. Das ist alles, was ich sagen kann", antwortete der Neuzugang auf die Frage nach seinem künftigen Posten.
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"Ich bin gut darin, mich anzupassen, deswegen wird es für mich kein Problem sein, mich an die eine oder andere Gruppe anzupassen, oder aber an eine andere Rolle", so Mazet, der hinzufügte, dass bislang lediglich feststeht, dass er als Trainer für die französische Mannschaft arbeiten wird. Ob bei den Frauen oder den Männern, ob nur am Schießstand oder auch woanders, konnte und wollte er noch nicht verraten.
Biathlonverband bemühte sich frühzeitig um Mazet
Was Mazet aber ausplauderte: Der französische Verband klingelte schon im vergangenen Jahr bei ihm durch. "Um herauszufinden, was ich nach Johannes' Rücktritt plane", so der Trainer, den dieser Anruf laut eigener Aussage ins "Nachdenken" brachte. "Ich hatte viele Gespräche mit Stéphane Bouthiaux, der mich wirklich zurückhaben wollte", erklärte Mazet.
Nachdem ihm der Sportchef schließlich den Plan bis zu den Olympischen Spielen 2030 in Frankreich skizzierte, "hatte er mich überzeugt. All diese Faktoren haben mich davon überzeugt, dass eine Rückkehr möglich ist", meinte Mazet, der vor seinem Wechsel nach Norwegen im Jahr 2016 die französischen Männer um Martin Fourcade betreute und nun eine ähnliche Ära einleiten soll.


