Am Donnerstag schlägt Darts-Weltmeister Luke Littler für die Premier League in Deutschland auf. Zuletzt wurde der Champion dort immer wieder mit Buhrufen empfangen. Es droht auch in Berlin eine brisante Rückkehr.
Der achte Spieltag der Premier League findet am Donnerstag in Berlin statt. Littler trifft auf Stephen Bunting und will einen dritten Sieg in einem Nightly Game des Jahres 2026 einfahren. An Deutschland hat Luke Littler jedoch nicht die besten Erinnerungen. Bei den European Championships in Dortmund verlor er zuletzt gegen James Wade.
Im vergangenen April schied er im Halbfinale des German Darts Grand Prix gegen Gian van Veen aus und brachte das Publikum gegen sich auf.
"Ich hatte einen kleinen Moment, in dem ich die Fassung verloren habe, wie es manchen von uns Spielern eben so geht", sagte er hinterher. "Ich verstehe es einfach nicht und kann es mir nicht erklären. Natürlich läuft man auf die Bühne, aber sobald ich dort war, wurde ich ausgebuht."
Littler berichtete weiter: "Letztes Jahr wurde ich in Hildesheim bei der European Tour gegen Peter Wright ausgebuht. Ich war gerade richtig in Fahrt, doch dann fingen sie an, mich auszubuhen, und ich habe verloren." Seine Erkenntnis: "Offensichtlich mögen uns Engländer die Deutschen nicht besonders."
Littler spielt nicht gerne in Deutschland
Im "Love The Darts"-Podcast sprach der ehemalige BDO-Weltmeister Mark Webster über Littlers Rückkehr nach Deutschland.
"Er hat deutlich gemacht, dass er nicht gerne in Deutschland spielt", erklärte Webster bei "Sky Sports". "Das ist offensichtlich ein Pflichttermin, zu dem er neben der Europameisterschaft noch hin muss."
Einem Triumph soll das aber nicht im Wege stehen. Möglicherweise ist es sogar ein Motivations-Booster. "Er weiß, wie er das Publikum nutzen kann, um sich selbst anzuspornen, aber er wird es lieben, eine gute Leistung zu zeigen und vor einem Publikum, das ihn normalerweise ausbuht, seinen dritten Sieg an diesem Abend einzufahren."
Das Ganze gehöre "nun mal zum Sport dazu" sage Webster. "Man kann nicht jedermanns Liebling sein, und in Deutschland ist er sicherlich kein Liebling."

