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"Nicht so erfolgreich wie gewünscht"

Biathlon-Bundestrainer vor dem Aus? "Die Tendenz ist ..."

Seit Februar 2025 Cheftrainer der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft: Tobias Reiter
Seit Februar 2025 Cheftrainer der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft: Tobias Reiter
Foto: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
26. März 2026, 09:32
sport.de
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Seine erste komplette Saison als Biathlon-Bundestrainer dürfte sich Tobias Reiter anders vorgestellt haben, die deutschen Skijäger blieben den gesamten Winter über hinter den Erwartungen zurück. Sein Fazit fällt dennoch nicht ausschließlich negativ aus.

"Ich bin nicht so unzufrieden, obwohl wir, was Medaillen anbetrifft, nicht so erfolgreich waren", betonte Tobias Reiter im Gespräch mit "heimatsport.de".

Der ehemalige Biathlet verdeutlichte zugleich, dass ein Medaillenregen "auch nicht zu erwarten" gewesen sei. "Zaubern kann man nicht, vor allem nicht im Ausdauersport", so der 40-Jährige, der auf Teilerfolge verwies: "Wir haben mehr Podestplatzierungen als im Vorjahr, und wir haben in der Nationenwertung mehr Punkte erreicht."

Und doch war kaum zu übersehen, dass dem DSV speziell im Herrenbereich die ganz großen Talente fehlen.

Angesprochen auf seine größte Enttäuschung der vergangenen Monate, entgegnete Reiter: "Das war unsere Staffel bei den Olympischen Spielen, weil wir uns da schon etwas ausgerechnet hatten."

Denn: "Natürlich wussten wir, wenn die drei Top-Nationen Frankreich, Norwegen, Schweden ihre Hausaufgaben machen, dass wir dann keine Chance haben. Trotzdem haben wir in Antholz nicht unsere beste Leistung gebracht. Es waren am Schießstand einfach zu viele Fehler dabei. Jeder wollte es ganz besonders machen, und dann geht es meistens in die Hosen."

Reiter will als Biathlon-Bundestrainer weitermachen

Als Trainer der deutschen Biathleten musste auch Reiter einiges an Kritik einstecken, mancherorts wurde gar schon seine Ablösung als Bundestrainer gefordert. Doch er will nicht aufgeben: "Die Tendenz ist, dass es für mich weitergeht."

Zumal Reiter durchaus hoffnungsfroh auf den kommenden Winter schaut. "Natürlich war die Saison nicht so erfolgreich wie gewünscht, aber für den Herrenbereich kann ich sagen, dass wir gute, sehr fleißige Sportler haben, die charakterlich in Ordnung sind", hob er hervor.

Das große Manko: "Was uns fehlt, ist dieser eine Top-Athlet, der alles zudeckt."

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